Hinunter

Pro­fis bei der Arbeit zuzu­schau­en ist immer wie­der eine Freu­de. Das gilt auch für Läu­fer – ins­be­son­de­re für sol­che wie Kili­an Jor­net. Hier ist er zu sehen, wie er beim Mont-Blanc-Mara­thon eine (neben­bei auch durch­aus aus­ge­setz­te …) Pas­sa­ge am Aiguil­let­te des Poset­tes mit Ele­ganz und Effi­zi­enz meis­tert:


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500

running besides street

Und bei­na­he unbe­merkt habe ich die­se Woche die Gren­ze zu 500 Tagen täg­li­chen Lau­fens über­schrit­ten. Seit 31.12.2016 lau­fe ich nun wie­der jeden Tag, zumin­dest zwei Kilo­me­ter. In der Regel sind es frei­lich ein paar mehr. All­zu vie­le sind es momen­tan aber nicht, ich bin ein biss­chen in mei­nem all­täg­li­chen Trott gelan­det: 6 – 8 Kilo­me­ter vor dem Früh­stück, wenn ich abends lau­fe, auch 12 – 15 Kilo­me­ter. Viel mehr wird es aber sel­ten. Vor allem lan­ge Läu­fe sind momen­tan immer (noch) aus­ge­spro­chen unre­gel­mä­ßig. Das liegt teil­wei­se an der wack­li­gen Moti­va­ti­on, teil­wei­se auch dar­an, dass ich am Wochen­en­de oft unter­wegs bin und dann nicht ver­nünf­tig Zeit habe oder fin­de, noch zwei oder drei Stun­den lau­fen zu gehen. Dass ich mir jetzt kürz­lich noch ein Renn­rad ange­schafft habe, hilft da auch nur wenig ;-). Aber der Streak hält, ich lau­fe wei­ter­hin und wei­ter­hin auch ger­ne. nur habe ich gera­de kei­ne grö­ße­ren Zie­le, die mich zu regel­mä­ßi­gem Trai­ning zie­hen wür­den. So bleibt es beim aktu­el­len Stand. Aber es gibt schlim­me­res …

365 Tage laufen – Jahresrückblick 2018

Am 31. Dezem­ber 2017 habe ich – eher zufäl­lig … – wie­der mit dem täg­li­chen Lau­fen ange­fan­gen, nach­dem mei­ne letz­te Serie über 2041 Tage mit dem Ski­un­fall riss und ich danach etwas ver­sack­te.

Nicht ganz zufäl­lig war es der Jah­res­be­ginn 2017, der mich wie­der zum täg­li­chen Lau­fen moti­vier­te – der neue Job in Regens­burg war ein wich­ti­ger Anlass. Und, auch nicht zu unter­schät­zen, mei­ne eige­ne Unzu­frie­den­heit mit der per­sön­li­chen Form und dem ste­tig zuneh­men­den Über­ge­wicht. Zwar lief ich auch 2016, aber eben total unre­gel­mä­ßig, inkon­se­quent und ohne spür­ba­re Ergeb­nis­se. Das soll­te sich ändern. Und es hat sich auch geän­dert. Sicher, die ers­ten Mona­te tat sich wenig bis gar nichts. Zwar schnür­te ich nun wie­der jeden Tag die Lauf­schu­he, aber die Stre­cken blie­ben kurz, die sport­li­chen „Erfol­ge“ gering, die Fit­ness-Aus­beu­te auch eher mager. Denn mit dem täg­li­chen Lau­fen allei­ne ist es natür­lich noch nicht getan. Gera­de in den ers­ten Mona­ten schwank­te mei­ne Lauf­leis­tung etwa beträcht­lich: es gab Wochen, wo ich nahe­zu jeden Tag um die sechs Kilo­me­ter schaff­te – und dann aber auch Wochen, wo das nur ein- bis zwei­mal geschah.

Im Som­mer wur­de das all­mäh­lich dann bes­ser. Die Lauf­leis­tung ver­ste­tig­te sich, die durch­schnitt­li­che Lauf­län­ge wur­de auch grö­ßer. Und im Herbst merk­te ich dann, dass es ins­ge­samt bes­ser wur­de: Die Tem­pi wur­den – ganz all­mäh­lich! – flüs­si­ger, die Anstren­gung und Über­win­dung weni­ger. Und auch die Läu­fe, zumin­dest eini­ge, wur­den län­ger: Die Halb­ma­ra­thon­mar­ke fiel, die 25-Kilo­me­ter-Gren­ze war auch bald über­schrit­ten. Das führ­te dann dazu, dass ich mich für den Regens­burg-Mara­thon im Früh­jahr 2018 anmel­de­te – das soll­te doch zu schaf­fen sein, bis dahin wie­der aus­rei­chend in Form zu kom­men! Und damit ich mich nicht noch drü­cken kann, habe ich es auch gleich allen erzählt …

Und jetzt, am Ende des Jah­res 2017, ste­hen zwar „nur“ 2423 Kilo­me­ter im Trai­nings­ta­ge­buch. Aber ich bin zufrie­den und hof­fe (gehe davon aus!), dass sich das im nächs­ten Jahr noch stei­gern wird.

300

Es hat tat­säch­lich geklappt. Der Streak hält nun seit 300 Tagen, das ers­te Jahr ist also bald voll. Natür­lich gab es Höhen und Tie­fen, Lust und Frust. Aber das gehört ja gera­de dazu. Und inzwi­schen ähnelt das, was ich da trei­be, auch wie­der dem Lau­fen: Die lan­gen Läu­fe ver­die­nen ihren Namen so lang­sam wie­der (bei über 25 Kilo­me­tern), das Tem­po wird ins­ge­samt höher und spreizt sich vor allem stär­ker. Und die Wochen­um­fän­ge las­sen sich – mit um die 100 Kilo­me­tern – auch wie­der sehen …
Es geht also vor­an, der Streak wird hof­fent­lich auch noch lan­ge hal­ten. Und zum nächs­ten Mara­thon – Regens­burg im März – habe ich mich auch schon wie­der ange­mel­det …

Streakjubiläum: 50 Tage

Wald

Bei­na­he hät­te ich es ver­passt: Das ers­te Stre­ak­ju­bi­lä­um. 50 Tage lau­fe ich jetzt unun­ter­bro­chen. Und ab jetzt kann ich das für mich auch einen ech­ten Streak nen­nen. Die ers­te Hür­de ist geschafft – nicht nur, was die Zahl auf dem Papier angeht, son­dern auch die ers­te Umstel­lungs­hür­de, das ers­te Gewöh­nen an das täg­li­che Lau­fen. Das zumin­dest steht jetzt erst mal nicht mehr in Fra­ge. Nur die Stre­cke, die ich täg­lich lau­fe, die ist gera­de noch im Wan­del: Sowohl was den Umfang an jedem Tag als auch in der Woche angeht. Und auch, was das Tem­po angeht. Zunächst frei­lich müs­sen erst ein­mal die Wochen­ki­lo­me­ter hin­auf und die Läu­fe – bezie­hungs­wei­se min­des­tens einer davon pro Woche – län­ger wer­den. Den letz­ten Schritt in bei­den Kate­go­ri­en in die­ser Woche mer­ke ich gera­de ganz schön. Erschöpft sind die Ober­schen­kel gera­de schon, so viel muss­ten sie schon lan­ge nicht mehr leis­ten. Gera­de weil ich am Wochen­en­de auch im Oden­wald gelau­fen bin und da noch ein paar Höhen­me­ter oben drauf kamen 😉

Streaktage 21 – 40

Ja nun, so lang­sam wird es tat­säch­lich etwas. Trotz einer etwas hart­nä­cki­gen Erkäl­tung mit Hus­ten, der nicht weg­ge­hen will, bin ich mitt­ler­wei­le schon bei Tag 40 des täg­li­chen Lau­fens. Und ich gewöh­ne mich tat­säch­lich wie­der dar­an. Und ganz lang­sam, sehr gemäch­lich, stei­gen auch die Umfän­ge wie­der, Kilo­me­ter für Kilo­me­ter. Immer­hin bin ich inzwi­schen auch schon über 10 Kilo­me­ter hin­aus gekom­men. Aber das Tem­po ist noch sehr gemäch­lich. Doch zuerst steht die Aus­dau­er auf dem Pro­gramm – die Läu­fe müs­sen län­ger wer­den, die Wochen­ki­lo­me­ter mehr. Erst wenn das erle­digt und sta­bi­li­siert ist, geht es an das Tem­po. Aber ich bin zuver­sicht­lich: Momen­tan läuft es wirk­lich ziem­lich geschmei­dig, die Moti­va­ti­on ist da, die Fort­schrit­te zei­gen sich lang­sam auch.

Streaktage 1 – 20

laufen im schnee (symbolbild)

Der Streak – mal wie­der ein Neu­an­fang … – hat fast aus Ver­se­hen begon­nen. Nach­dem ich an den Tagen um den Jah­res­wech­sel täg­lich lief, kam ich schnell auf die Idee, das als gute Gele­gen­heit zu nut­zen, mal wie­der Kon­se­quenz und Zug in mein Lau­fen zu brin­gen und nicht nur so her­um­zu­trö­deln … Na gut, trö­deln tue ich immer noch, das aber nun täg­lich. Denn so unfit wie ich bin, ist es weder mit den Umfän­gen noch mit dem Tem­po weit her. Aber die Umfän­ge wer­den nach zwei Wochen schon wie­der etwas grö­ßer – ganz gemäch­lich geht es auf­wärts in der Sta­tis­tik. Das Wet­ter ist frei­lich nur so mäßig hilf­reich: Der Schnee und die Käl­te machen den Streak­be­ginn nicht gera­de ein­fa­cher. Aber ande­rer­seits: Wenn ich das jetzt durch­ste­he, wird der Rest ein Klacks 😉

Abendlauf in Momart

Ein schö­ner (nicht sehr lan­ger) Abend­lauf in die unter­ge­hen­de Son­ne an der Mom­arter Eiche, einem beein­dru­cken­den Natur­denk­mal, hat mich zu ein paar Fotos ver­führt:

Der ultimative Ratgeber fürs Trailrunning ist nicht ultimativ

Auf gut 250 Sei­ten ver­spre­chen Adam W. Cha­se und Nan­cy Hobbs, alles zu ver­mit­teln und zu erklä­ren, was man über Aus­rüs­tung, das Fin­den von Trails, Ernäh­rung, Hügel­stra­te­gie, Wett­kampf, das Ver­mei­den von Ver­let­zun­gen, Trai­ning, Wet­ter und Sicher­heit (in die­ser Rei­hen­fol­ge ist es der aus­ufern­de Unter­ti­tel) wis­sen muss. Das gan­ze nennt sich dann beschei­den The Ulti­ma­te Gui­de to Trail Run­ning.

Ich glau­be nicht, dass es der ulti­ma­ti­ve Rat­ge­ber ist. Sicher, die behan­del­ten The­men erschöp­fen das Gebiet Trailrun­ning ziem­lich voll­stän­dig. Aber: Zum einen sind die Rat­schlä­ge fast immer sehr all­ge­mein, oft sogar abs­trakt gehal­ten. Ich weiß nach der Lek­tü­re also immer noch nicht alles … Zum ande­ren ist vie­les sehr USA-spe­zi­fisch. Etwa, wenn es um die Gefähr­dun­gen auf dem Trail geht: Da gibt es Bären, Moun­tain Lions, Schlan­gen und Poi­son Ivy – also lau­ter nord­ame­ri­ka­ni­sche Spe­zia­li­tä­ten. Zum Aus­gleich wid­men die Autorin­nen gan­ze 30 Sei­ten dem Aus­rich­ten von Trail­wett­kämp­fen (das hät­te ich nicht unbe­dingt wis­sen müs­sen – aller­dings, wenn ich ehr­lich bin: das meis­te wuss­te ich auch hier schon …)

Denn: gesun­der Men­schen­ver­stand und Acht­sam­keit für sich selbst, die Umge­bung und das Gesche­hen wür­den schon vie­le der Rat­schlä­ge aus­rei­chend beschrei­ben oder erset­zen. Zumal sie vie­les selbst immer wie­der ein­schrän­ken: „depen­ding on your form“ heißt das ger­ne, wahl­wei­se gel­ten die Tipps auch abhän­gig von der ver­blei­ben­den Kraft und Aus­dau­er, der Müdig­keit, dem Ter­rain oder ähn­li­chem. Das ist eben die Crux, wenn man den ulti­ma­ti­ven Füh­rer schrei­ben will: Damit es über­all und für alle passt, blei­ben nur noch Gemein­plät­ze übrig:

Fal­ling is an unfor­tu­n­a­te ine­vi­ta­bi­li­ty of down­hill trail run­ning. (37)

Ein paar Din­ge sind aber auch gut: Die Trail-Defi­ni­ton zum Bei­spiel und die Klas­si­fi­zie­rung von Trail, Fell, Moun­tain, Sky etc.:

The majo­ri­ty of the trails refe­ren­ced in this book will have at least three of the four fol­lo­wing cha­rac­te­ris­tis. They will: (1) be unpa­ved; (2) have natu­ral obsta­cles that may inclu­de but are not limi­ted to rocks, tree stumps, tree roots, dirt, gra­vel, mud, morai­ne, lea­ves, ice, snow, and creek crossings; (3) have a signi­fi­cant gain or loss of ele­va­ti­on; (4) inclu­de sce­nic vis­tas. (5)

Die Tipps zum rich­ti­gen, effek­ti­ven Lau­fen von Stei­gun­gen hoch und run­ter sind auch recht gut. Und es gibt eine Men­ge (und das heißt wirk­lich: eine irre Men­ge) Anek­do­ten und Zita­te von ame­ri­ka­ni­schen Trailläu­fern und -läu­fe­rin­nen. Und – das ist in sol­chen Büchern eher sel­ten – sie ver­su­chen immer­hin eine kur­ze Geschich­te des Trail Run­ning (als Sport, nicht als Fort­be­we­gung bei der Jagd oder ähn­li­chem) und gehen dafür bis in mit­tel­al­ter­li­che Eng­land zurück.

Und im Prin­zip stimmt auch alles, was hier steht. Zumin­dest konn­te ich kei­ne gro­ben Schnit­zer ent­de­cken. Wie hilf­reich das Buch ist, bleibt aber eine ande­re Fra­ge. Für Trail-Anfän­ger ist es ja eigent­lich unnö­tig, fin­de ich. Zum Trailläu­fer wird man doch immer noch am ehes­ten und bes­ten, indem man ein­fach raus­geht und drau­ßen läuft. Auf die meis­ten der hier ver­sam­mel­ten Rat­schlä­ge kommt man den sehr schnell von ganz allein, auch ohne dass man gro­ße Feh­ler bege­hen muss. Mein Fazit ist ganz klar: Auch ohne den Ulti­ma­te Gui­de hat man gute Chan­cen, ein Trailläu­fer zu wer­den.

The best way to deal with mud on the trail is to enjoy it and get as dir­ty as pos­si­ble ear­ly in the run so you won’t worry about it the­re­af­ter. (39)

Adam W. Cha­se, Nan­cy Hobbs: The Ulti­ma­te Gui­de to Trail Run­ning. Ever­ything You Need to Know About Equip­ment, Fin­ding Trails, Nut­ri­ti­on, Hill Stra­te­gy, Racing, Avoi­ding Inju­ry, Trai­ning, Wea­ther, Safe­ty. 2. Auf­la­ge. Guil­ford, Hele­na: Fal­con Gui­des 2010. 254 Sei­ten. ISBN 9780762755370.