Täglich laufen

Übers Laufen und was sonst so draußen passiert.

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das gibt es doch gar nicht!

da dach­te ich doch glatt, ich könn­te mich dem win­ter­li­chen schnee-wet­ter durch eine flucht ins kli­ma­tisch mil­de mainz ent­zie­hen. nix war’s: heu­te bin ich bei schnee­ge­stö­ber und star­kem wind unter­wegs gewe­sen – viel spaß hat es nicht gemacht, weil ich damit über­haupt nicht gerech­net hat­te und für so ein wet­ter eigent­lich viel zu dünn ange­zo­gen war. dafür war ich aber trotz­dem sehr locker und den­noch aus­ge­spro­chen zügig unter­wegs (15 km @ 5:03 – geplant waren eigent­lich 5:22 …)

 

leise rieselt der schnee

in die­sem jahr auch an ostern – ist ja kein kunst­stück, wenn das schon mit­te märz ist … jeden­falls fing es an kar­frei­tag nach­mit­tags an, im oden­wald zu schnei­en. bis zum sams­tag mor­gen hat­te sich dann selbst im müm­ling­tal etwas schnee ange­sam­melt. und ich bin dann tat­säch­lich so blöd und leicht­sin­nig gewe­sen, mei­nen wöchent­li­chen lan­gen lauf auf die höhen­dör­fer zu legen: über bull­au woll­te ich nach würz­berg und dann über einen klei­nen abste­cher nach bay­ern, näm­lich durch box­brunn, nach eul­bach und zurück ins tal.

zunächst ließ es sich auch ganz gut an: die bei­ne waren recht locker (am frei­tag hat­te ich nur zeit für eine hal­be stun­de tem­pol­auf). aber schon nach der ers­ten vier­tel­stun­de, im wald hin­term buch­wald­s­kopf, bemerk­te ich, wie sehr der immer tie­fer wer­den­de locke­re und pulv­ri­ge neu­schnee mich beim lau­fen behin­der­te. das stück wan­der­weg zwi­schen son­nen­weg und kreis­stra­ße war dann beson­ders hart: unter den ca. 10–15 cm schnee war kein fes­ter boden, son­dern nur eine ziem­lich aus­ge­präg­te matsch­schicht – halt war da über­haupt nicht zu fin­den. da konn­te ich bei jedem schritt spü­ren, wie die kraft in den waden weni­ger wur­de. und einen schuh hät­te ich in so einem matschloch unter dem schnee auch bei­na­he noch ver­lo­ren …

auf der stra­ße nach bull­au hoch ging es dann aber doch noch recht gut. auf der höhe ent­schied ich mich aller­dings schon zur ers­ten stre­cken­än­de­rung: die eigent­lich geplan­te schlei­fe übers was­ser­werk und den orts­rand war noch nie­mand gegan­gen, der schnee lag hier inzwi­schen 20 cm hoch – das war mir zu viel. also bin ich gleich zum bullau­er bild hin­über. bis dahin war der weg geräumt. dann muss­te ich aller­dings doch in den saue­ren apfel bei­ßen: die stre­cke nach würz­berg war noch unbe­rührt. und spä­tes­tens ab der hälf­te wur­de es doch recht anstren­gend: eigent­lich hät­te ich hier schnee­schu­he gebraucht – mei­ne trail­fox waren jeden­falls mit dem losen schnee etwas über­for­dert … in würz­berg ent­schloss ich mich dann, doch schon frü­her von den höhen wie­der her­un­ter­zu­stei­gen und bin den bekann­ten weg über erns­bach ins drei­se­en­tal, wo ich dann noch zwei run­den dreh­te – mit enor­mer anstren­gung, nur noch von der wil­lens­kraft vor­an­ge­trie­ben. her­aus kam dann: 34 km in 3:04:03 – nicht sehr berau­schend, ange­sichts der umstän­de aber ok. aller­dings war ich – wie sich vor allem am mon­tag zeig­te – doch erheb­lich stär­ker ver­aus­gabt und erschöpft als es sinn­voll war.

die ersten 1000 km sind geschafft

mit dem lauf von bin­gen nach mainz habe ich heu­te die gren­ze über­schrit­ten: die ers­ten 1000 km sind in die­sem jahr gelau­fen. trotz des etwas ver­hal­te­nen beginns ist das gar nicht so schlecht: 2,5 mona­te. wenn ich so wei­ter mache, dürf­te das mit den 5000 km in 2008 (eines mei­ner eher locke­ren zie­le für die­ses jahr) sogar klap­pen – wenn nichts dazwi­schen kommt.

die heu­ti­ge stre­cke bei gpsies.

der ultramarathonmann

als vor­be­rei­tung auf den renn­steig-super­ma­ra­thon sozu­sa­gen schon ein­mal pas­sen­de lek­tü­re: dean kar­na­zes‘ ultra­ma­ra­thon­man. aus dem leben eines 24-stun­den-läu­fers (riva 2008). eini­ge beein­dru­cken­de lauf­schil­de­run­gen ver­sam­melt er dort, vor allem die erfah­rung sei­nes ers­ten offi­zi­el­len ultras, des 100 mei­len-lau­fes wes­tern sta­tes endu­rance. danach wird’s dann etwas, nun­ja, ver­rückt: bad­wa­ter hal­te ich ja schon für grenz­wer­tig, aber einen mara­thon zum süd­pol – das ist schon etwas selt­sam. und es hat ja selbst für sol­che läu­fer nur mit bie­gen und bre­chen funk­tio­niert. ansons­ten ganz net­tes büch­lein (lei­der nicht sehr inspie­rend über­setzt – höhen­an­ga­ben in fuß hel­fen mir nicht sehr viel …), das immer wie­der um den gedan­ken kreist, war­um men­schen eigent­lich sol­che extre­me din­ge tun. und das vor allem so ehr­lich ist, dar­auf kei­ne wirk­li­che ant­wort zu haben. ange­nehm auch, dass er rein auf sich selbst fixiert bleibt: plat­zie­run­gen und ergeb­nis­se spie­len (fast) gar kei­ne rol­le: hier – zumin­dest in dem buch – geht es kar­na­zes um das erleb­nis des lau­fens, die erfah­rung der über­win­dung aller mög­li­chen schmer­zen …

so eini­ges wah­res steht da drin: „Lau­fen bedeu­te­te in ers­ter Linie: raus­ge­hen und Erfah­run­gen sam­meln. Ich sah, wie Gebäu­de ent­stan­den, wie die Vögel nach Süden zogen, un ich Wech­sel der Jah­res­zei­ten sah ich die Blät­ter fal­len und die Tage kür­zer wer­den“ (s. 30) – es ist im prin­zip banal und so ziem­lich jeder läu­fer hat dies wohl schon bemerkt. aber es stimmt. naja, von der art gibt es eine men­ge beob­ach­tun­gen und mei­nun­gen hier.

mein schlimmster lauf

… war heu­te der Long-Jog. Mein Trai­nings­plan sah vor: 39 km @ 5:13. Eine schö­ne Rou­te hat­te ich mir auch schon aus­ge­dacht und woll­te dabei gleich mein neu­es Gar­min Etrex auf die Pro­be stel­len: Den Anfang habe ich näm­lich vor eini­gen Wochen schon ein­mal lau­fen wol­len und mich dabei ziem­lich bös ver­franzt … Nun­ja, der Sonn­tag war also frei, ordent­lich gefrüh­stückt hat­te ich auch. Was aber nicht mit­spiel­te, war das Wet­ter: Seit Frei­tag hat­te es im Oden­wald ziem­lich hef­tig gereg­net und am Sams­tag auch noch gestürmt. Von der War­nung vor dem Betre­ten der Wäl­der habe ich mcih aber nicht abhal­ten las­sen. Um es gleich zu sagen: Die Sturm­schä­den waren auch – viel war es auch gar nicht – über­haupt kein gro­ßes Pro­blem: Eini­ge Bäu­me zum drü­ber­klet­tern, paar mal unten durch­ge­schlüpft – alles kei­ne gro­ße Sache. Schlim­mer war das Was­ser. Das kam näm­lich nach den ers­ten 15 Minu­ten fast durch­ge­hend. Und es kam aus allen Rich­tun­gen: Von oben, von unten, von der Sei­te, von vorn und hin­ten. Das hat mich doch zuneh­mend zer­mürbt. Irgend­wann waren mei­ne Kla­mot­ten dann näm­lich drei­mal so schwer wie im Nor­mal­fall, selbst die Ein­le­ge­soh­len der Lauf­schu­he hat­ten dop­pel­tes Gewicht. Noch ner­vi­ger war aber, dass es ja schon drei Tage aus­ge­spro­chen hef­tig reg­ne­te. Und die Weg sahen ent­spre­chend aus: Stel­len­wei­se waren das eher Bäche als gang­ba­re Wege. Und wo das Was­ser nicht in Strö­men floss, war ent­we­der der hal­be Weg schon abge­schwemmt oder die gan­ze Brei­te der­ma­ßen auf­ge­weicht, dass jeder Abdruck zu einem sehr aus­drucks­star­ken Bewe­gungs­vor­gang führ­te: Mit Hän­den und Füßen in allen Rich­tun­gen her­umei­ern, um den Sturz zu ver­mei­den und das Gleich­ge­wicht wie­der zu find­ne. Ok, das ist jetzt ein klein wenig über­trie­ben ;-). Aber so wid­ri­ge Bedin­gun­gen hat­te ich tat­säch­lich noch bei kei­nem Lauf. Zumin­dest nicht über gut 3,5 Stun­den. Und ihr könnt mich jetzt für total ver­rückt hal­ten: Irgend­wie war es am Ende dann doch wie­der gro­ße Klas­se. Denn jetzt bin ich mir sicher, dass mich kaum noch etwas schre­cken kann. Und ich weiß, das ich auch bei ech­tem Mist­wet­ter noch ganz ordent­li­che Zei­ten lau­fen kann. Es gehört zwar eini­ge gehö­ri­ge Por­ti­on Idio­tie dazu, so etwas zu machen – aber stolz dar­auf, es tat­säch­lich durch­ge­zo­gen zu haben und den viel­fäl­ti­gen Ver­su­chen, auf­zu­ge­ben und vom nächs­ten Bahn­hof aus mit dem Zug wei­ter­zu­fah­ren, wider­stan­den zu haben, bin ich schon. Jetzt kann mich der Renn­steig auch nicht mehr schre­cken …

schnee und matsch allerorten

end­lich! der ers­te lauf im schnee! zumin­dest fast. denn in erbach war am sonn­tag mit­tag der meis­te schnee von sams­tag vor­mit­tag schon wie­der ver­schwun­den – geschmol­zen von der kräf­ti­gen son­ne und den zu hohen tem­pe­ra­tu­ren. doch auf dem weg nach bull­au wur­de die schnee­de­cke immer dich­ter und höher. und als ich dann am was­ser­werk aus dem wald kam, belohn­te mich ein wun­der­ba­rer blick (das wet­ter war ja auch herr­lich: strah­len­der son­nen­schein) über die ver­schnei­te bullau­er ebe­ne für den lan­gen und recht zähen (die waden fühl­ten sich sehr hart an die­ses mal) auf­stieg. das hat mich so beflü­gelt, dass ich viel zu schnell übers bullau­er bild zum jäger­tor und nach würz­berg gedüst bin. auch die würz­ber­ger ebe­ne war wun­der­schön mit dem schnee und der vie­len son­ne. des­halb waren wahr­schein­lich auch so wahn­sin­nig vie­le spa­zier­gän­ger mit ihren autos ange­reist … vor­bei am fried­hof ging es vor zur man­gel­bach – kurz davor war auch das ers­te stück im wald, das mich rich­tig for­der­te: der schma­le weg, der schnee, die tief hän­gen­den zwei­ge – ein rich­ti­ger hin­der­nis­par­cour. durch die man­gels­bach ging es dann wei­ter recht flott vor­bei am loch­brun­nen und hin­ab ins loch­brun­nen­tal. dem folg­te ich bis fast an die hains­ter­müh­le. dort geht dann der etwas ver­steck­te weg ab hin­un­ter zum bäch­lein, der den anschluss an das box­brun­ner wege­netz sichert. da hat­te ich dann gut 22 kilo­me­ter in den bei­nen. und mich erwar­te­te noch ein ziem­lich hef­ti­ger auf­stieg: der weg nach box­brunn war doch eini­ges stei­ler und auch etwas län­ger als ich nach dem kar­ten­stu­di­um ver­mu­tet hat­te (da mer­ke ich immer wie­der mei­ne man­geln­de kar­ten­er­fah­rung …) aber irgend­wann hat­te ich mich dann keu­chend den berg hoch­ge­quält und war in box­brunn ange­langt. dort ging es schnell über die b 47 und wie­der in den wald, um mit eini­gen win­dun­gen und kur­ven den bogen nach eul­bach zu schla­gen. hier wur­de es rich­tig win­ter­lich: kalt und weiß. der schnee lag hier ziem­lich hoch, gut 15 zen­ti­me­ter feins­tes pul­ver. und bald traf ich auch – das ers­te mal an die­sem tag – auf qua­si jung­fräu­li­che wege: außer ein oder zwei rehen hat­te noch kein lebe­we­sen die schnee­de­cke durch­bro­chen. hier, in dem immer ziem­lich sump­fi­gen wald­stück, geschah mir dann auch noch ein klei­nes, ziem­lich blö­des unge­schick: ich stand auf ein­mal bis über den knö­chel mit dem rech­ten fuß in einem was­ser­loch. das war dann eine gan­ze wei­le ver­dammt kalt – so knapp zwan­zig minu­ten hat es gedau­ert, bis der fuß wie­der betriebs­tem­pe­ra­tur hat­te. da war ich dann inzwi­schen schon durch eul­bach hin­durch und auf dem weg zum haber­manns­kreuz hin­un­ter. inzwi­schen mach­te sich auch das hohe tem­po ab bull­au bemerk­bar: obwohl es ste­tig berg­ab ging, wur­de es doch all­mäh­lich recht anstren­gend. und ab dem haber­manns­kreuz kam dann noch eine gewal­ti­ge schlamm­schlacht hin­zu: der weg war der­ma­ßen glit­schig und rut­schig, dass ich eigent­lich nur von einer sei­ter zur ande­ren getau­melt bin. aber irgend­wie ging’s dann doch noch vor­wärts und der grä­sig rück­te immer näher. von dort ist es dann ja nur noch ein kat­zen­sprung nach hau­se – so lang­sam hat es mir aber auch gereicht. zumal es, nach­dem die son­ne jetzt ver­schwun­den war, doch ziem­lich kühl wur­de. das waren dann inge­samt ziem­lich genau 35 kilo­me­ter, die ich in 3:15:45 hin­ter mich brach­te.

und weil das wet­ter so schön war, hat­te ich sogar mal den foto dabei:

laufen. und laufen. oder doch lieber laufen?

du läufst.

irgend­wann fängst du an, die tage zu zäh­len: 10, 20, 50, 100 – da ist schon das ers­te vier­tel­jahr geschafft.

du läufst durch den pras­seln­den hagel und den lei­se nie­der­rie­seln­den schnee. du freust dich über die wei­ße pracht. das lau­fen durch ver­schnei­te wäl­der am frü­hen nach­mit­tag. du holst die stirn­lam­pe her­vor und rennst sogar im dun­keln durch den wald und scheuchst dabei das spär­li­che wild und des­sen jäger auf. du lässt dich für ver­rückt erklä­ren, weil du nach einem lan­gen ski­tag auch noch die lauf­schu­he her­vor­kramst. du stol­perst über wur­zeln und stei­ne. du rutscht auf eis­plat­ten aus und schlägst dir die hän­de blu­tig. du beob­ach­test, wie der schnee schwin­det und auch die letz­ten schat­ten­lö­cher wie­der braun und grün wer­den.

du siehst, wie die säma­schi­nen über die äcker rum­peln. wie die ers­ten wei­zen­keim­lin­ge sprie­ßen. du siehst den mais wach­sen. das gras grü­nen und wie­der welk wer­den. du ziehst immer weni­ger zum lau­fen an. du nimmst immer mehr was­ser mit. du wirst braun wie ein neger – aber nur an armen und bei­nen. du zer­läufst in der hit­ze der hunds­ta­ge. aber du läufst.

du lauschst den trop­fen auf dem blät­ter­dach und dem mur­meln des bäch­leins, dass sich durch die wie­sen und wei­den schlän­gelt. du lässt dich von den kühen, scha­fen, zie­gen und pfer­den teil­nahms­los anglot­zen.

du sieht die mäh­dre­scher und bald auch die rüben­voll­ern­ter übers land zie­hen. du ärgerst dich über die staub­fah­nen, die von den aus­ge­trock­ne­ten fel­dern über dich wehen. du freust dich über jedes laue lüft­chen. du siehst die wäl­der gelb und rot wer­den und ent­zückst dich an dem son­nen­licht, das durch den bun­ten herbst­wald strahlt. du beob­ach­test, wie der wein gele­sen wird. du siehst die blät­ter fal­len und eine wun­der­bar rut­schi­ge schicht auf den wald­we­gen bil­den. du spürst die herbst­win­de wehen. du merkst, wie selbst der rhein aus­trock­net und die kies­bän­ke aus den flu­ten auf­tau­chen. und du siehst immer wie­der die schif­fe vor­bei­zie­hen – man­che über­holst du, vie­le zie­hen an dir vor­bei.

du lässt dich auch von dem regel­mä­ßi­gen knir­schen dei­ner eige­nen füße auf dem sand­weg nicht ver­rückt machen, son­dern fin­dest nach zehn oder zwan­zig kilo­me­tern einen ganz neu­en schwe­be­zu­stand der wahr­neh­mung. du gou­tierst sogar das stun­den­lan­ge getrap­pel von meh­re­ren dut­zend füßen auf asphalt, dass dich am sonn­tag­mor­gen beglei­tet.

du freust dich über die nebel­schwa­den am rhein. du merkst auf ein­mal, dass der herbst schon fast vor­über ist, wenn du die lan­gen lauf­ho­sen aus dem schrank kramst. du hörst sams­tags die motor­sä­gen im wald heu­len und die äxte klir­rend auf die spalt­kei­le tref­fen. du riechst den wun­der­ba­ren geruch des frisch geschla­ge­nen hol­zes.

du läufst mor­gens, mit­tags und abends. und manch­mal auch mit­ten in der nacht. du bist bei voll­mond unter­wegs und in den düs­te­ren tagen des neu­monds. du läufst unter kla­rem him­mel und bewun­derst immer wie­der die wei­te des ster­nen­him­mels. du siehst, wie sich der mond im teich spie­gelt und freust dich, dass außer dir nie­mand die ruhe der nacht stört. du freust dich auch über einen sanf­ten früh­som­mer­schau­er und ärgerst dich schon wie­der über den ers­ten herbst­ha­gel.

du siehst rehe, füch­se, eich­hörn­chen, mäu­se und fasa­ne, eichel­hä­her, raben und krä­hen. du machst respekt­voll einen bogen um die wild­schwei­ne. du stol­perst über die stadt­tau­ben, die dich schon so gut ken­nen, dass sie dir über­haupt nicht mehr aus­wei­chen. die pfer­de stie­ben davon, wenn sie dich schnau­fend um die ecke lau­fen bemer­ken. die wei­der­in­der las­sen sich beim wie­der­käu­en nicht stö­ren. du rech­nest immer noch bei jedem frei lau­fen­den hund mit dem schlimms­ten.

du über­holst (nor­dic) wal­ker, spa­zier­gän­ger und wan­de­rer. du ziehst an rad­fah­rern und inline-ska­tern vor­bei und lässt rei­ter und kut­schen hin­ter dir. mit den moun­tain­bi­kern lie­ferst du dir hei­ße kämp­fe, wer den hügel schnel­ler hin­auf kommt – und nicht immer gibst du dich geschla­gen. du schlän­gelst dich durch die fuß­gän­ger­zo­ne und irrst über die feld­we­ge. du kämpfst dich durch längst ver­wach­se­ne und ver­ges­se­ne wald­we­ge und suchst immer neue pfa­de durch dein revier. du ent­deckst selbst dort, wo du schon zwan­zig jah­re unter­wegs bist, neue wege. du erin­nerst dich an alte pfa­de aus frü­hen zei­ten. du fin­dest nie­mand mehr, der mit dir lau­fen mag. aber du läufst.

du ärgerst dich über die forst­ar­bei­ter, die mit ihren rie­sen­ma­schi­nen jeden weg in eine schlamm­pis­te ver­wan­deln und hal­be bäu­me auf dei­nen lauf­rou­ten hin­ter­las­sen. und zugleich freust du dich über die her­aus­for­de­rung, die­se etap­pe in der nächs­ten woche ein wenig flot­ter und ele­gan­ter zu meis­tern. du springst über baum­stäm­me und kriechst unter ästen hin­durch, win­dest dich auch ohne weg durch den unge­pfleg­ten dämm­ri­gen wald. du regst dich über jäger auf, die mit fünf­zig sachen auf dem weg zu ihrem hoch­sitz an dir vor­beib­rau­sen und dei­ne hacken nur um haa­res­brei­te ver­feh­len.

du wun­derst dich über ang­ler, die stun­den­lang nahe­zu bewe­guns­los vor ihrer angel sit­zen, in den fluss star­ren und das gan­ze sport nen­nen. du durch­brichst ganz unbe­wusst und aus ver­se­hen zum ers­ten mal die schall­mau­er der 100-wochen­ki­lo­me­ter. und weil du gera­de beim lau­fen bist, hängst du noch so eine woche hin­ten­dran. und noch eine. denn du läufst. täg­lich.

du fängst irgend­wann an, einen trai­nings­plan zu suchen. und du läufst dann wie ein irrer eine stun­de im kreis auf der fin­nen- und tar­tan­bahn. du keuchst und stöhnst über die ver­rück­te idee, nach einem lan­gen tag in den engen und sti­cki­gen hör­sä­len noch ein inter­vall­trai­ning machen zu wol­len. aber du merkst, wie du immer fit­ter und schnel­ler wirst. du läufst dei­nen ers­ten mara­thon und kannst dich vor begeis­te­rung kaum noch ein­krie­gen.

du sam­melst schu­he. du wirst zum exper­ten für gps-auf­zeich­nun­gen und puls­fre­quen­zen. du fängst sogar an, über dei­ne ernäh­rung nach­zu­den­ken. und du liest von wild­frem­den leu­ten lan­ge berich­te über beson­ders schö­ne und span­nen­de läu­fe.

oder du stehst mit­ten in der nacht auf, um vor einem lan­gen tag im rei­se­bus wenigs­tens noch drei kilo­me­ter abzu­spu­len und bist trotz­dem als ers­ter beim früh­stück. du nervst dei­ne freun­de, weil du immer am über­le­gen bist, wo und wie du am bes­ten lau­fen gehst – selbst im urlaub. du lässt auch dei­ne gedan­ken lau­fen, du gehst den ver­gan­ge­nen tag noch ein­mal durch und über­legst, was noch auf dich zukom­men wird in den nächs­ten stun­den. du pro­bierst sät­ze und argu­men­te, du wälzt pro­ble­me und ersinnst lösun­gen. du rennst dir den frust aus dem leib. du schwebst vor lau­ter eupho­rie über die wege. du spulst kilo­me­ter um kilo­me­ter ab und kommst doch nicht vom fleck. aber du läufst.

du wirst tole­ran­ter: die ver­rück­tes­ten spin­ner erschei­nen dir auf ein­mal ganz nor­mal. denn du läufst immer noch. jeden tag. selbst wenn das heißt, dass du dei­ne lauf­schu­he ins boot packen musst. oder dass du bar­fuß los­rennst, damit dei­ne bla­se end­lich mal ein paar tage ruhe zum hei­len hat.

und end­lich lernst du dei­nen weg lie­ben wie sisy­phos sei­nen stein (auch wenn es bei lan­gen trai­nings­läu­fen manch­mal schwer fällt, jeman­dem zu erklä­ren, war­um du dir das antus): camus hat­te recht. und du läufst und läufst und läufst.

ganz ein­fach.

jeden tag

heute ist wieder so ein tag

es war klar, dass es ein stres­si­ger tag wer­den wür­de: ab acht uhr an der uni (zu spät kom­men geht heu­te nicht, sonst bekommt man kei­nen sitz­platz mehr), nach­mit­tags dann frü­her aus der übung und direkt zum bahn­hof, um in den oden­wald zu fah­ren (was trotz lok­füh­rer-streik klap­pen soll­te), dort wie­der direkt vom bahn­hof zum auf­tritt und danach irgend­wann in der nacht nach hau­se kom­men. also war klar: lau­fen muss ich mor­gens – denn jetzt, so kurz vor dem errei­chen der 365 tage des täg­li­chen lau­fens, woll­te ich die serie nicht rei­ßen las­sen. schon gar nicht wegen so einer lap­pa­lie. also stell­te ich den wecher auf vier­tel nach sechs. gut, bis ich dann aus dem war­men bett gekro­chen und in die lauf­sa­chen geschlüpft war, war es schon halb sie­ben. und ich ver­fluch­te mich mal wie­der für die schnaps­idee mit dem unbe­ding­ten täg­li­chen lau­fen … drau­ßen war es zwar nach dämm­rig und nach der kla­ren nacht ver­dammt kalt (so 0 °C sind in mainz schon fast extrem ;-)). aber sobald ich am rhein war, wur­de es doch wie­der rich­tig schön: der son­nen­auf­gang sorg­te für herr­li­ches mor­gen­rot, dass sich ganz aus­ge­zeich­net in den blass­blau­grau­en him­mel ver­lief, in dem sich auch noch ganz male­risch ein­zel­ne ver­wisch­te wölk­chen her­um­trie­ben – ein­fach herr­lich. also immer­hin eine klei­ne ent­schä­di­gung dafür, dass ich so tap­fer war, zu die­ser unchrist­li­chen zeit mei­ne klei­ne haus­run­de zu absol­vie­ren. gemei­ner als die frü­he stun­de war aller­dings der umstand, dass mein mit­be­woh­ner sich offen­bar heu­te mor­gen nach der rück­kehr von sei­ner par­ty­tour noch ein paar eier gebra­ten hat – zumin­dest roch das so. und das ist auf lee­rem magen eine gemein­heit. nach­dem ich also schön eine gute hal­be stun­de getrabt war, gedehnt und geduscht, war es auch schon fast zeit, an die uni zu fah­ren. dort war­te­te dann die ers­te unage­neh­me über­ra­schung: die mor­gen-vor­le­sung fällt aus. na super. da ich danach sowie­so freie zeit hat­te, bin ich halt wie­der heim geti­gert. und kam immer­hin dazu, dass hier zu schrei­ben. mal sehen, wie der tag sich noch so ent­wi­ckelt …

20. arque-lauf 2007: gemeinsam zum ziel

das wet­ter hat in die­sem jahr nicht so ganz mit­ge­spielt. der 20. arque-lauf von kelk­heim nach mainz war aber trotz­dem eine schö­ne sache. gut, petrus schickt unfreund­li­ches feucht-kal­tes wet­ter. aber eigent­lich war es gar nicht so sehr kalt, nur ein sehr fie­ser, schnei­den­der wind von beträcht­li­cher geschwin­dig­keit in böen, der einen dann doch zum frie­ren brach­te – vor dem start und auch unter­wegs so eini­ge male. vor allem auf den brü­cken blies der wind – natür­lich immer von vorn oder wenigs­tens schräg von vor­ne. vor hoch­heim ver­sucht die son­ne, die wol­ken bei­sei­te zu schie­ben, hat­te damit aber nur sehr momen­tan ein wenig erfolg. na ja, das ist alles nicht so schlimm – es ist schließ­lich novem­ber. und rich­tig gereg­net hat es erst, als wir auf dem main­zer dom­platz hin­ter dem ziel unse­re geträn­ke tank­ten … da wur­de es dann lei­der ziem­lich unge­müt­lich, wes­halb ich bald ab nach hau­se bin – wie vie­le ande­re auch.

die stre­cke des arque-laufs hat eine etwas selt­sa­me län­ge: 17.248 €meter = 33.735 Meter, denn ein euro­me­ter ist logi­scher­wei­se 1,95583 Meter lang. das sind 80% eines mara­thons. zum ers­ten mal gab es die­se jahr auch die mög­lich­keit, kür­ze­re teil­stre­cken zu lau­fen und ent­spre­chend spä­ter ein­zu­stei­gen. das waren dann noch 10.848 €m = 21.218 Meter (sprint l genannt), 6.948 €m = 13.590 Meter (sprint m) und 4.048 €m = 7.918 Meter (sprint s). so arg vie­le habe ich da aber nicht gese­hen. das geschah jeweils an den ver­pfle­gungs­stel­len, wo es reich­lich bana­nen, war­men tee, und bei den spä­te­ren auch cola, was­ser etc. gab. gelau­fen wer­den alle stre­cken in fes­ten grup­pen, die von pace­ma­kern in einem kilo­me­ter-schnitt von 4:30 auf­wärts in abstän­den von 30 sekun­den geführt wer­den und zeit­ver­setzt star­ten. etwas unsi­cher war ich vor­her nur, wie ich die ver­pfle­gungs­stel­len über­ste­hen wür­den. denn hier hält die grup­pe geschlos­sen an und macht sozu­sa­gen rast – aber zum glück ging es immer zügig wei­ter. und obwohl ich sonst eigent­lich lie­ber durch­lau­fe, ging das wie­der anlau­fen ohne pro­blem von­stat­ten.

der lauf führt von zwei start­plät­zen in kelk­heim (ich star­te­te vom sport­ge­län­de reis aus, weil der dom-shut­tle nur dort­hin fuhr) zunächst hin­un­ter in den ort, wo wir uns mit den weni­gen läu­fern der grup­pe b des ande­ren start­plat­zes ver­ei­nig­ten und dann wie­der den berg hin­auf – immer­hin ist kelk­heim schon tau­nus 😉 – sehr schön fand ich dann das stück durch den gun­del­hard-wald hin­un­ter nach hof­heim. von dort führt die stre­cke auf der stra­ße nach marx­heim (zur ers­ten ver­pfle­gungs­stel­le) und wei­ter über die a66 nach weil­bach. dann geht es noch über die a3 und nun wei­ter auf feld­we­gen ober­halb von flörs­heim vor­bei. kurz vor hoch­heim trifft die stre­cke dann auf den main (ich hat­te mir aus irgend­ei­nem grund ein­ge­bil­det, das gesche­he schon viel frü­her und die gan­ze zeit dar­auf gewar­tet) und folgt die­sem bis kurz vor die mün­dung in den rhein, biegt dort aber ab und geht durch kost­heim über die theo­dor-heuss-brü­cke nach mainz. dort haben wir die ver­spreng­ten fast­nach­ter und die paar weni­gen main­zer noch gehö­rig mit unse­ren sprech­chö­ren – „erbar­men! zu spät! die hes­se kom­me!” – ver­schreckt und sind dann mit die­sem schlacht­ruf auch über den lieb­frau­en­platz um den dom bis ins ziel auf den dom­platz gebret­tert (die letz­ten ver­su­che der pace­ma­ker, das tem­po zu dros­seln, waren zum schei­tern ver­ur­teilt – vor allem, weil sie selbst ein­fach nicht lang­sa­mer wur­den), den wir nach 2 stun­den und 47 minu­ten (rei­ne lauf­zeit, ohne die pau­sen) erreich­ten.

der arque-lauf hat wirk­lich eine aus­ge­spro­chen schö­ne stre­cken­füh­rung. vie­le wald- und feld­we­ge (die in deutsch­land ja dum­mer­wei­se fast alle asphal­tiert sind), er führt durch die aus­läu­fer des tau­nus und die wein­ber­ge am main (und knapp vor­bei am tor zum rhein­gau). bei schö­nem wet­ter ist das bestimmt eine herr­li­che tour. wir wur­den dabei fast stän­dig von poli­zei und kran­ken­wa­gen (der lei­der auch ein­mal zum ein­satz kam) beglei­tet, die für einen wirk­lich rei­bungs­lo­sen ablauf sorg­ten – so müss­te man immer lau­fen kön­nen: die auto­fah­rer müs­sen war­ten, bis man über die kreu­zung ist und man hat die gan­ze stra­ße für sich allein.

und es gibt hier gute tem­po­ma­cher: klei­ne schwan­kun­gen sind natür­lich dabei, aber alles in allem fand ich das vor­ge­ge­be­ne tem­po ange­nehm kon­stant und auch an den auf- und abstie­gen gut zu lau­fen. sehr schön, das lau­fen mit tem­po­mat – auch eine neue erfah­rung für mich. mei­ne beden­ken, ob ein 5er-schnitt auf die­ser stre­cke nicht zu schnell sei, waren da bald ver­flo­gen. gut, die ers­ten kilo­me­ter lie­fen noch etwas holp­rig – ich war halt wie­der zu faul, mich ein­zu­lau­fen. um kilo­me­ter 22–25 etwa ging’s auch mal etwas zäher. aber danach lief es wie­der ganz und gar pro­blem­los. denn ganz aus­ge­powert war ich jetzt immer nicht – woh­lig erschöpft schon … die grup­pe ist auch erstaun­lich gut zusam­men geblie­ben – das hät­te ich nicht so erwar­tet. erst recht spät zog sie sich etwas aus­ein­an­der. und ich muss sagen, mit so einem vor­ge­ge­be­nen tem­po und in der grup­pe läuft es sich doch aus­ge­spro­chen ange­nehm und leicht. das tem­po war nie ein pro­blem für mich – obwohl ich mir auf der län­ge im moment nicht so beson­ders viel mehr zutraue. den 4:49er-schnitt, den mir mein trai­nings­plan vic­sys­tem vor­schlug, hät­te ich – wäre ich das als wett­kampf gelau­fen – viel­leicht noch geschafft. aber viel mehr sicher­lich nicht.

auch sonst fand ich die orga­ni­sa­ti­on ein­fach wun­der­bar – da kann man wirk­lich nichts sagen. und dass am start­platz reis nur zwei toi­let­ten zur ver­fü­gung ste­hen, lässt sich auch ver­schmer­zen. mei­ne start­num­mer – die gab es in die­sem jahr zum ers­ten mal auch – konn­te ich aller­dings nicht befes­ti­gen, weil ich in mei­ner tüte kei­ne sicher­heits­na­deln fand und selbst kei­ne dabei hat­te. aber die brauch­te man eigent­lich auch nur, um sei­nen klei­der­beu­tel im ziel wie­der­zu­fin­den. doch 9899 kann ich mir sogar beim lau­fen 3 stun­den mer­ken. und ich war nicht der ein­zi­ge ohne num­mer: in mei­ner grup­pe lief tat­säch­lich einer mit nack­tem ober­kör­per (bei knapp 10 °C) und kur­zen hosen. dafür aber mit son­nen­bril­le (ich fra­ge mich aller­dings, wie so jemand im som­mer bei 30 °C läuft – noch weni­ger kann er ja kaum anzie­hen, ohne anstoss zu erre­gen).

und etwas gutes tut man auch noch: das start­geld von 27 euro (mit groß­zü­gi­ger ver­pfle­gung an drei sta­tio­nen und t‑shirt, das man sogar anzie­hen kann, ohne augen­krebs zu bekom­men) ist eine spen­de für die namens­ge­ben­de arque, die „die Inter­es­sen von Men­schen mit ange­bo­re­ner Quer­schnitt­läh­mung (Spi­na bifi­da) und Stö­rung des Gehirn­was­ser­kreis­lau­fes (Hydro­ze­pha­lus)” ver­tritt. und es gibt außer­dem auch noch bus­trans­fers – sogar vom ziel zum start mor­gens, für mich sehr prak­tisch. da muss man zwar früh auf­ste­hen, denn abfahrt ist schon um 7.15. aber das ist wun­der­bar bequem. nach dem lauf dann noch die drei minu­ten heim spa­ziert und die herr­lich hei­ße dusche genos­sen. und weil’s mir so gut gefal­len hat, habe ich mir den nächs­ten arque-lauf schon wie­der fest vor­ge­nom­men.

hier gibts auch eine .kml-datei der stre­cke (für goog­le earth). und so sieht sie aus (nicht von den pfei­len ver­wir­ren las­sen, die hat sport­tracks dies­mal sehr selt­sam gesetzt):

strecke des arque-lauf

invasion der led-lampen

jetzt sind sie wie­der unter­wegs. spä­tes­tens seit der umstel­lung auf die nor­ma­le zeit am wochen­en­de tre­ten sie wie­der gehäuft auf: läu­fer, die aus­ge­stat­tet sind wie wan­deln­de lich­ter­bäu­me. da blitzt und blinkt und glit­zert es an allen enden. beson­ders schön sind aber die­je­ni­gen, die unbe­dingt eine kopf­lam­pe brau­chen. komisch, als es noch kei­ne leds gab, ging es auch ohne. jetzt aber anschei­nend über­haupt nicht mehr. dabei ist es gera­de auf der drei­brü­cken­run­de, die ich heu­te lief, fast alles beleuch­tet. und der rest ist auch noch so hell, dass man das eigent­lich immer ohne lam­pe lau­fen kann. mal davon abge­se­hen, dass der weg sowie­so so gut ist, dass auch dun­kel­heit kein hin­der­nis ist. aber der größ­te witz sind ja die läu­fer, die ihre tol­len lam­pen ca. 50 cm vor ihre füße rich­ten – die bekom­men über­haupt nichts mehr mit. heu­te hät­ten mich zwei bei­na­he umge­rannt … und geblen­det haben sie mich natür­lich auch mit ihren schein­wer­fer …

um kei­ne miss­ver­ständ­nis­se auf­kom­men zu las­sen: ich habe auch eine stirn­lam­pe. aber ich benut­ze sie halt nur, wenn es nötig ist: bei neu­mond. bei bewölk­tem him­mel. auf unbe­kann­ten wegen. im wald. auf schlech­ten oder nicht vor­han­de­nen wegen. und man kann die din­ger natür­lich auch aus­schal­ten. ohne ist das lau­fen viel schö­ner und ange­neh­mer und erleb­nis­rei­cher …

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