die ersten tage nach meinem ersten marathon waren ja eher von „erholsamen” läufen (und zwei tage muskelkater) geprägt. aber seit gestern ist das tempo zurück – und nicht nur zurück, sondern noch verbessert. in erbach war es gestern ein fahrtspiel mit sehr hohem grundtempo, das ich erstaunlich lange durchhielt. und heute hier in mainz war ich so schnell wie noch nie auf der winterhafenrunde. gebraucht habe ich gerade einmal 25:59 für die 6,5 km – das ist ein 3:59er-schnitt. irgendwie war ich von anfang an mit einer für mich außergewöhnlich hohen schrittfrequenz unterwegs. zunächst glaubte ich ja nicht, das lange durchhalten zu können. aber irgendwie ging es. zum glück waren auf dem rückweg auch beide ampeln rot, sonst hätte die kraft wohl nicht ganz gereicht. und das atmen war bei der hohen frequenz auch ziemlich anstrengend, ich habe recht bald ganz ordentlich gekeucht. aber naja, ein wenig quälerei muss ja auch sein …
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- Das erste Mal ist ja immer etwas Besonderes. Nervös war ich also schon, als es heute morgen um 9.30 Uhr zu meinem ersten Marathon losging.
Die Vorgeschichte:
Angemeldet hatte ich mich zum Halbmarathon. Meine Zielzeit damals, im September 2006: 1:45:00 (war da schon eher vorsichtig). Also fand ich mich im zweiten Startblock wieder. Seit ich am 1. Dezember mit dem täglichen Laufen begonnen habe, hat sich die form wunderbar entwickelt. Und bald kam die Idee auf: Wenn ich schon das viele Geld bezahle, könnte ich doch auch einen richtigen Marathon probieren. Bis Mitte Februar habe ich mir Bedenkzeit eingeräumt und dann entschieden, die Vorbereitung anzugehen, d.h. das Wochenpensum auf geplante 70 bis 80 km zu erhöhen und vor allem die enstprechenden langen Läufe einzuführen. Das hat so mehr schlecht als recht geklappt, irgendwas kam ziemlich oft dazwischen (der Skiurlaub, eine Woche mit leichtem Tibia-Kanten-Syndrom und entsprechend eingeschränkter Laufffähigkeit, Termine …). Ich habe ja auch immer vorsichtig betont, dass ich nur dann den Marathon laufe, wenn es mir gut geht und die Umstände enstprechend sind ;-). In den letzten zwei, drei Wochen schien sich meine Form dann eher zu verschlechtern. Offenbar zeigten sich auch die ersten Anzeichen einer Allergie (jedenfalls habe ich die letzten 10 Tage wesentlich mehr als sonst geniest und geschnupft). Aber es sollte dann halt doch sein – so viel zeit der Vorbereitung, die anstrengende langen Läufe, das sollte sich ja auch lohnen …
So stand ich also heute morgen um 9:15 Uhr im Startfeld und ärgerte mich kurz darauf, nicht noch einmal die Toiletten aufgesucht zu haben – aber jetzt waren mir die Schlangen vor den Dixies doch zu lang geworden. Die 8589 Teilnehmer (bei 10000 Anmeldungen) hatten wohl ähnliche Bedürfnisse (Für die Freunde der Statistik: Marathon: 1653 Männer + 279 Frauen (=1931 (inkl. der Deutschen Marathonmeisterschaft), d.h. noch weniger als 2006, wenn ich die Statistik recht im Kopf habe, ich finde sie gerade nicht – das hätte ich nicht erwartet, diesen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern); Halbmarathon: 3931 + 1868 (=5799); 2/3‑Marathon: 654 + 205 (=859); Handbiker (vor den Läufern): 59 + 6; und außerdem noch Schüler-Staffeln – die sind teilweise recht unverschämt kreuz und quer durch die anderen Läufer hindurchgeflitzt – sie waren halt viel schneller auf ihren kurzen Teilstücken).) Die Strecke: Zwei Runden, die sich teilweise unterschieden, fast ausschließlich auf Asphalt (2,x % Pflaster in der Altstadt). Das Wetter: Blauer Himmel, also Sonne pur, am Ende ca. 25 °C, ganz leichter Wind.
- Die Stimmungan der Strecke war schon beeindruckend: Für mich als Neuling bei so großen Veranstaltungen geradezu übewältigend. Vor allem in der ersten Runde war sie fast zu gut: So viel Anfeuerung, schmissige Musik von den unzähligen Spielmannszügen, viel Publikum – da musste ich mich wirklich ständig bremsen. Ab der zweiten Runde, schon ab Kostheim, wurde das doch erheblich weniger – mit deutlichen Hotspots in Mombach und natürlich in der Altstadt aber immer noch toll.
Der Start also: Das ist schon ein Wahnsinn, diese massen an Läufern. Und alle wälzen sich die selbe Strecke entlang, ein ziemlich beeindruckender Lindwurd. So ab km 15 enstspannte es sich aber schon deutlich, nach dem Halbmarathon war es sogar außerordentlich leer.
Der Lauf:
Von Anfang an lief es gleich super, trotz des Gedränges war ich gut im Tempo unterwegs – genauer gesagt: Ich war zu schnell, und ich war von Kilometer zu Kilometer mit ständig wechselnden Tempi unterwegs. Auch die zweite Runde lief zunächst super, mit ausgesprochen schnellem Anfang. Bis km 32 war das auch überhaupt kein Problem, ab dort wurde die Belastung aber allmählich spürbar. Und bei ca. km 36 kamen dann recht überraschend die ersten Magenkrämpfe, die mich zusammen mit den Eindruck eines etwas angespannten Kreislaufs in den Kilometer 38–41 zu mehreren kurzen Gehpausen nötigten.
Aber es ging noch, und die Zeit auf meiner Uhr verhieß immer noch die Möglichkeit, unter vier Stunden zu bleiben. Also raffte ich für die letzten zwei Kilometer alle Kräfte zusammen und kam tatsächlich laufend durch das Ziel – mit einer Traumzeit von 3:56:58.
Danach:
So fertig war ich allerdings noch nie, der Heimweg war eine echte Qual. Nicht nur, dass die Wadenmuskeln böse zogen (den Oberschenkeln ging es erstaunlich gut: Die flache Strecke war da doch sehr entlastend): Das war einfach totale Erschöpfung der Muskeln und des Kreislaufs. Also stellte sich doch die Frage: Wie tanke ich jetzt am besten Energie? Cola wäre vielleicht nicht schlecht gewesen – hatte ich aber vergessen und bei der Zielverpflegung nicht gefunden. Dort gabe es zwar Wasser, Bananen und Äpfel – aber schon beim Gedanken an feste Nahrung wurde mir schlecht. Ich habe es dann mit Red Bull probiert, aber das war einfach zu eklig. Also habe ich mich schnell nach Hause gerettet, erst einmal ein Viertelstündchen hingelegt und dann mit Bionade nachgetankt.
Getrunken habe ich wohl während dem Lauf eh‘ zuviel. Dafür haben die Gels kraftmäßig sehr gut funktioniert. Nur die Kombination von 2 Hammergels (bei km 16 und 24) und Powerbar-Gel bei km 30 und – geplant 36) vertrug ich offenbar nicht, weshalb ich das letzte dann ausgelassen und entsprechenden Energie- und Konditionsverlust ab km 38 sehr zu spüren bekommen habe.
Und obwohl es im letzten Teil nicht gerade perfekt lief – aber das wäre beim ersten Mal ja auch arg viel erwartet – kam trotzdem eine Superzeit heraus: Brutto knapp unter 4 Stunden, netto also genau 3:56:58, wie mir die offizielle Ergebnisliste verriet (Meine Uhr habe ich wieder vergessen anzuhalten, vor lauter Erleichterung und Freude über das Ende der Strapazen). Das ist immerhin Platz 63 der altersklasse (MH) – und Platz 925 insgesamt – womit ich immerhin einige Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft hinter mir gelassen habe. Und mir gelang tatsächlich, trotz der ausgesprochen chaotischen Splits, ein negativer Gesamtsplit – aber knapp: Der Halbmarathon 1 dauert 01:58:40,der zweite nur 1:58:19.
Und noch die einzelnen Splits:
1/2: 11:45 (mit kurzer Pause im Gebüsch – ich war zu früh in die Startaufstellung gegangen und die Dixies waren eh alle sehr belagert beim Start)
3: 5:50
4; 5:41 (bei 5:45 wollte ich anfangen)
5: 5:34
6: 5:36
7: 5:24 (so schnell sollte eigentlich überhaupt kein kilometer werden …)
8: 5:46
9/10 :11:28
11: 5:34
12: 5:34
13: 5:22 (und noch schneller …)
14: 5:41
15: 5:23 (ab km 15 wollte ich auf 5:35 steigern)
16: 5:46
17: 5:45
18: 5:32
19: 5:27
20: 5:11 (ich glaube, später kommt ein noch schnellerer – hier macht sich das Hammergel sehr bemerkbar)
21: 5:44 (da hab‘ ich dann zu stark abgebremst)
21,1 1:58:40
22: 5:10 (die Brücke hoch hat so Spaß gemacht – etwas Abwechslung in der flachen Einöde von Mainz)
23: 5:16
24: 5:21
25: 5:02 (der schnellste Kilometer – da lief‘s wirklich wunderbar, in Kostheim)
26: 5:22
27: 5:29
28: 5:18 (ab 28 sollte sich das Tempo auf 5:28 erhöhen (bis zum Schluss eigentlich!))
29/30: 10:41
31: 5:42
32: 6:22 (das hab‘ ich nicht kapiert, kam mir überhaupt nicht langsam vor)
33: 4:41 (offensichtlich war da doch das 32er Schild zu weit hinten (ich glaube, das war wegen der Verpflegungsstelle von Coca Cola))
34: 5:15
35: 5:31
36: 5:36
37: 5:32
38: 6:07 (die erste kurze Gehpause)
39: 6:29 (und noch mehr davon …)
40: 6:05
41: 6:43 (da haben auch die Zuschauer nicht geholfen – inzwischen war mir die Blamage des Gehens eh egal, es ging gerade einfach nicht)
42: 5:55 (die letzt Kräfte mobilisieren für die lange Zielgerade)
- gesamt: 3:56:58
Von der Organisation des Marathons war ich fast ein wenig enttäuscht. Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung hätte ich mehr erwartet. Z.B. ordentliche km-Schilder, die man auch sieht, wenn man von Läufern umgeben ist. Oder eine ordentliche Startaufstellung, die war doch reichlich chaotisch. Und vor allem besser Verpflegung im Ziel, Auch ein gescheiter Streckenplan mit mehr als ungefährer Kennzeichnung der Verpflegungsstellen wäre hilfreich gewesen. Und Frubiase Sport Plus halte ich nicht gerade für besonders geeignet während des Wettkampfs (ich habe auch eher den Eindruck, das ist primär als Nahrungsergänzung entwickelt) – es schmeckt einfach nicht und als Energielieferant ist es eh‘ zu schwach. So wie ich das gesehen habe, wurde es auch nur sehr wenig getrunken – ich habe mal ein paar Schlucke probiert, weil ich das Wasser leid war, aber gemocht habe ich es in dem Moment überhaupt nicht.
Immerhin hat sich meine eigene Ausrüstung sehr bewährt. Die Schuhe (meine geliebten New Balance 766) funktionieren auch so lange – nur ihren Hauptnachteil habe ich kurz gemerkt: die Rutschigkeit der Sohlen auf nassem Asphalt, wie er bei den Verpflegungsstellen immer vorzufinden war – und bei einer wollte ich noch schnell jemand ausweichen und hab gerade noch den Sturz verhindert – das war aber noch recht am Anfang. Die Hose und Unterhose von Skinfit war wunderbar, die Nässe (triefend nass teilweise, etwa bei dem wunderbar kräftigen Beregner bei Schott in der zweiten Runde) war gar nicht zu merken, gerieben hat auch nix. das Achselshirt von Runners Point hat sich nass immer schön an die Haut gepappt (da konnte es wenigstens nicht reiben) – das hatte ich ganz vergessen. Nur in den Achseln hat es dummerweise etwas gescheuert, aber das war nicht so schlimm. Und das Laufen mit Startnummernband war auch sehr angenehm, die Nummer hatte ich meist hinten, da hab‘ ich sie gar nicht gemerkt. Und mein Geltäschen konnte ich daran auch noch befestigen – wunderbar.
Meine Lehren aus dem ersten Marathon: (für das nächste Mal – falls es das gibt – demnächst jedenfalls nicht, jetzt wird erstmal eine neue Bestzeit für den Halbmarathon in Angriff genommen):
- man kann durchaus zuviel trinken;
- mehr richtig lange Läufe machen in der Vorbereitung (d.h. über 32 km)
- lernen, ein bestimmtes Tempo halbwegs stabil zu laufen – auch über mehrere Kilometer;
- in dieser Preisklasse ist Marathon eine große Geduldsaufgabe: Man muss ungeheuer lange ungeheuer überlegt und zurückhaltend laufen, um die letzten 6 Kilometer noch zu überstehen …;
- das mit den Gels muss ich nochmal testen – vielleicht ist es doch sinnvoller, bei Hammergel zu bleiben – auch wenn es kurzfristig nicht ganz so stark puscht wie die Powerbar-Gels mit Koffein (dafür aber verträglicher ist und auch länger anhält). Die Kombination aus beiden hat sich offenbar nicht bewährt.
und noch ein paar bilder (von sportonline-foto):
… da musste ich einfach laufen. und da es draußen so herrlich war (ca. 15 °C, keine wolke am himmel, leichter bis mittlerer wind), bin ich etwas länger gelaufen als ich eigentlich geplant hatte. es wurden dann fast 27 km (laut gmap-pedometer, wo man sich die strecke auch anschauen kann (mein gps hatte ich nämlich nicht dabei)). denn kurz entschlossen bin ich einfach immer weiter am rhein entlang gerannt, bis ich in nackenheim angelangt war (dort, wo wir gestern mittagspause machten). da reichte es mir dann doch und ich bin geradewegs umgekehrt und den selben weg zurück. der kam mir zunächst viel kürzer vor. doch ab der weisenauer autobahnbrücke wurde es dann ziemlich plötzlich ausgesprochen anstrengend. die letzen kilometer ab dem winterhafen sogar richtig schwer. wahrscheinlich lag das vor allem daran, dass ich wieder einmal recht schnell unterwegs war: 2:17:02 habe ich für die gesamte strecke gebraucht – ein schnitt von ca. 5:10 und damit eigentlich zu schnell. aber es hat, bis kurz vor schluss, einfach so viel spaß gemacht, dass ich mich kaum bremsen konnte. denn der weg ist eigentlich sehr schön. nur leider liegen da immer noch sehr viele gefällte bäume. mehrmals war der weg deshalb offiziell gesperrt, was aber offenbar niemand kümmert. denn um die absperrgitter und um die auf dem weg liegenden bäume waren bereits richtige kleine trampelpfade. gegen ende merkte ich dann auch die spontaneität ziemlich: ausgetrocknet und ausgehungert kam ich zuhause an und benötigte eine weile, bis ich wieder halbwegs fit war.
zumindest ganz kurz, aber immerhin halbwegs knackig. in erbach hatte es donnerstag und freitag ordentlich geschneit. es war zwar viel zu warm, es taute und tropfte an allen ecken und enden. aber für einen lauf im unberührten schnee hat es dann gestern doch noch gereicht. und das war wieder einmal herrlich. ich habe mir einfach die trailfüchse angeschnallt und bin den buchwaldskopf hinaufgestürmt. da oben war dann zunächst noch ein jäger gewesen (natürlich mit dem auto!), der hat aber nur den weg zu seinem hochsitz gebahnt. danach war unberührter, frischer schnee – immerhin gut 10 zentimeter. ok, an einigen stellen, dort, wo die sonne etwas stärker eingestrahlt hatte, war vom schnee nur noch der bis zum kinn spritzende matsch übrig. aber es war trotzdem wunderbar, so ganz allein – unterwegs war natürlich auch überhaupt niemand – im verschneiten wald umherzurennen. das gab es in diesem winter einfach viel zu selten …
nun ja, der ganze odenwald ist es noch nicht … aber immerhin, einen großen teil des odenwaldkreises habe ich am samstag laufend (d.h. rennend) umrundet. die neu ausgedachte runde startet natürlich in erbach, führt über den buchwaldskopf und sonnenweg zum bullauer bild hinauf. von dort geht es dann zur gebhardtshütte, vorbei an den freilaufenden ziegen wieder in den wald in richtung krähberg. der wird knapp unterhalb des gipfels (und des schlosses) halb umrundet, um dann hinab zum reußenkreuz zu rennen. von dort führt der wanderweg über den eingang des sensbachtals zurück ins mümlingtal, wo der abstieg, der ganz schön lang und ganz schön tief wird, in richtung beerfelden beginnt. vorbei am skilift geht es dann über die bundesstraße durch den ort zum metzkeil, den man noch ein stück hinunterlaufen muss. dann führt der weg wieder aus beerfelden hinaus – dieses mal aber auf der anderen seite, nämlich in richtung etzean. bis dorthin sind es aber noch einmal ein paar höhenmeter. durch etzean schnell hindurch, geht es weiter in richtung marbach, vorbei am hetzbacher golfplatz und dann wieder steil hinab. ab der villa sonnenschein die letzten meter bis zur marbach auf der bundesstraße, die dann überquert wird, um auf der anderen seite wieder den – verdammt steilen – hang in richtung haisterbach hinaufzuklettern. oder zu gehen … der hügel ist dann doch wieder recht hoch, aber man ist ja jetzt schon auf dem heimweg … über haisterbach geht es, in einer kleinen schleife, nach günterfürst. dort noch schnell durch den ort, am sportplatz vorbei und damit wieder auf die nächste kuppe. die wird aber schnell wieder verlassen, denn es geht hinab nach lauerbach – wiederum verflixt steil hinab. dann wird’s aber einfach: nur noch die b45 durch erbach und fix nach hause. auf der karte sieht das so aus (die karte ist mit sporttracks aus meinen gps-daten und dem kartenmaterial von google-maps erstellt worden):
beim ersten versuch für diese 34 km habe ich am samstag 3:21:00 gebraucht – und war ganz schön geschafft. bis beerfelden lief es ziemlich gut, der abstieg vom reußenkreuz hinunter hat allerdings schon ziemlich genervt. überhaupt sind die bergabpassagen ganz schön kräftezehrend. ab etzean hat es dann auch noch mehr oder weniger stark geregnet, das war natürlich kein besonderer genuss. von haisterbach aus wurde es dann wirklich anstrengend – nach günterfürst hinüber noch einmal kräftiger gegenwind. durch erbach dann schwer gekämpft, um nicht kurz vom ziel doch aufzugeben … gestört hat vor allem der linke fuß: schon ab kurz vor bullau hatte ich nämlich leichte krämpfe in der fußunterseite. die haben das laufen zwar nicht verhindert, aber immer wieder unangehm gemacht. heute habe ich auch gemerkt, was besonders ungewohnt war: die an- und abstiege. denn meine oberschenkel sind noch nicht wieder ganz erholt von der tortur, die waden sind allerdings bereits wieder schön locker gewesen beim heutigen kleinen lauf.
Diesmal habe ich sogar etwas … Also, eigentlich wollte ich ja die letzte Woche für intensives Training in den Alpen nutzen, um so richtig auf meinen ersten Berglauf vorbereitet zu sein. In Galtür habe ich aber schon mal gar keine ordentlichen Strecken dafür gefunden: Die wenigen Pfade, die an den Seiten des Tals hochgingen, waren alle noch so tief verschneit oder unten so matschig, das ich da überhaupt keine Lust drauf hatte. Außerdem kam noch dazu: Das Skifahren mit den anderen Monoisten vom Monoski-Treffen hat natürlich auch einiges an Kraft gekostet. Und beim Laufen hatte ich dann seltsamerweise jeden Tag große Probleme mit der Atmung, ich bekam immer wieder, selbst bei eigentlich ganz gemütlichem Tempo, Seitenstechen – das habe ich sonst nie. Ob das schon an der Höhenluft lag? Und dann hat sich gestern auch noch ein leichter Schnupfen eingeschlichen. Ich war also sehr skeptisch.
[Wettkampftag]Schon wieder so früh aufstehen … Dann habe ich noch so lange überlegt, was ich zum Laufen anziehe, das ich beinahe meine S‑Bahn nach Wiesbaden verpasst hätte. Denn die Sonne scheint zwar vom wolkenlosen Himmel, aber um 7 Uhr ist es doch noch ziemlich frisch. Ich entscheide mit für die dünne, 3/4‑Hose und ein dünnes langärmliges Shirt – nicht ganz verkehrt, ein T‑Shirt hätte es aber auch getan. Die Anreise war dann gerade noch so gesichert, der Bus war auch pünktlich und hat mich mit zwei Mitläufern zur Talstation der Nerobergbahn gebracht. Dort dann das Meldebüro gesucht – einfach den Massen nach -, mein Startgeld bezahlt (für die 6 Euro gab’s im Ziel eine Tafel Schokolade (die ich jetzt bis Ostern aufheben muss …), schön süßen warmen Tee und Wasser, leider nur mit Kohlensäure, sowie den Transport des Kleiderbeutels ins Ziel und den Rücktransport der Läufer mit dem Bus in den Startbereich) und die Nummer in Empfang genommen. Seltsamerweise war ich 896 bei einem Teilnehmerlimit von 500 Läufern … Dann den Rucksack im Bus deponiert, ein wenig (sehr wenig) eingelaufen und langsam zum Start getrabt.
[Wettkampf]So, nun geht’s endlich zur Hauptsache ;-). Den Start hätte ich beinahe verpasst, weil ich vorher schnell noch einen Baum bewässern musste. Deshalb stand ich dann fast ganz hinten. Eigentlich fange ich ja gerne etwas langsamer an, hier war das aber nicht so praktisch. Denn nach einem kurzen Stück abwärts ging es den engen Waldweg in Serpentinen auf den Neroberg hoch. Und da war ich dann ständig am Überholen, was zu einiger unnötiger Kraftverschwendung führte. Aber bisher ging es mir wunderbar: Der erste Berg war überhaupt nicht schlimm, ich bin ziemlich flott und locker hochgekommen. Leider habe ich erst bei Kilometer 4 gemerkt, dass ich ja eine Stoppuhr am Arm habe und die Zwischenzeiten hätte nehmen können – aber dann hab‘ ich es halt ganz gelassen. Nach dem Neroberg geht es ersteinmal gemächlich und bald weniger gemächlich bergab – da wurde ich natürlich wieder überholt, weil ich mit meine Knie mit meinem Übergewicht beim Bergablaufen nicht allzu sehr belasten mag und deshalt immer etwas verhalten unterwegs bin. Aber es kamen ja noch einige Höhenmeter nach oben auf uns zu – bei jedem Kilometerschild haben die freundlichen Helfer vom LC Olympia die noch zu erklimmenden Meter notiert. Und die wurden seltsamerweise nur sehr langsam weniger. Denn es ging erstmal recht gemütlich und sanft bergauf – bis kurz nach Kilometer 7. Da knickt die Strecke ab und wendet sich dem Endspurt auf die Platte zu. Und da hängt noch ein nettes Schild: „Jetzt geht’s los”. Losgeht nämlich die so genannte Rodelbahn: Unter der Stromleitung senkrecht den Hang hoch. Zum Glück war es nicht übermäßig rutschig (die Strecke war auch sonst fast ganz trocken, das war in den letzten Jahren wohl auch schon anders, mit Schnee und Eis und so …). Die erste Hälfte bin ich noch gelaufen, dann aber doch ins schnelle Gehen übergegangen. Das ist bei dem Stück, wie ich bald merkte, auch sinnvoller. Denn selbst gehend hab‘ ich noch zwei unverdrossen den Steilhang hinauflaufende Mitkämpfer überholt. Oben angekommen, geht es dann noch die letzten Meter bis auf die Kuppe der Platte – für mich das schlimmste Stück, weil nach solchen Steilhängen mein Kreislauf immer erst einmal kräftig einsackt. So keuchte ich dann noch schnell ins Ziel nach 8,2 km und ca. 450 Höhenmetern, wo ich selbstverständlich völlig vergaß, meine Stoppuhr anzuhalten. Nun ja, dafür gibt es ja die offizielle Zeitmessung: 46:59. Mein Ziel war es, möglichst weit unter 50 Minuten zu bleiben – das hat ja ganz gut hingehauen. Und ganz bescheiden muss ich sagen: Ich hätte durchaus schneller sein können – wenn ich die Strecke besser im Kopf gehabt hätte und meiner Form mehr getraut hätte. Aber überhaupt scheinen so „kurze” Strecken im Moment nicht so das richtige für mich zu sein … Aber es war ein wunderbarer Lauf bei herrlichem Wetter.
bingen – mainz: das sind genau diese 31,17 km. für mich sind das 2:41:03 laufen – laufen, laufen, laufen ohne ende. naja, zwei kleine pausen gab es schon, zum pinkeln in der nähe von budenheim und dann leider ein ampelstopp in mainz. da war so etwas nämlich schon etwas schmerzhaft. aber der reihe nach. zuerst die karte mit route:
und jetzt der text: ich bin mit dem zug nach bingen gefahren – 30 minuten, fährt jede stunde, einfacher geht es kaum. in bingen-stadt bin ich dann losgezogen: immer direkt am rhein entlang (also nicht den ausgeschilderten fahrradweg, den hatte ich nur sehr kurzzeitig), den wirtschaftsweg des wasser-dingsbums-amtes. der hat den vorteil, nicht gepflastert oder geteert zu sein. heute war er allerdings stellenweise auch etwas matschig. und an einer stelle von baumfällarbeitern blockiert (gesperrt war natürlich nur die andere richtung …), aber über den deich konnte ich mich gerade noch so durchschlängeln. an zwei oder drei stellen lagen auch noch bäume auf dem weg, aber irgendwie kam man immer vorbei. mein plan war, möglichst konstant zwischen 5er und 5:30er schnitt zu bleiben. und wenn ich mir die aufzeichnung meiner timex so anschaue, hat das (von wenigen ausreißern abgesehen), auch ganz gut geklappt. am auffälligsten ist noch, dass die varianz auf den letzten kilometern doch etwas größer wurde. gemerkt hab‘ ich das beim laufen nicht so sehr.
so lief ich denn also am rhein entlang, immer schön im traben bleiben. pausen hab‘ ich keine gemacht, das liegt mir nicht so, danach komme ich meist nur schlecht wieder in den rhythmus. ich hatte meinen camelbak dabei, der vor allem auf den letzten kilometern, so ab der 20er marke, immer schneller leer wurde, aber gut gereicht hat. meine power-bars habe ich lange in der tasche gelassen (waren ja auch nur als notverpflegung dabei), beim mombacher kreisel habe ich dann aber doch den banane-riegel mal angeknappert. das ging aber gar nicht gut, der war von der kälte (so ca. 5–6° C, manchmal auch kälter gefühlt) dermaßen hart. aber er hat sowieso schnell sehr eklig geschmeckt, das meiste ist im mülleimer gelandet. aber gegen das flaue gefühl im magen hat er immerhin geholfen.
zum glück hatte ich doch langes shirt und jacke angezogen. das erschien mir beim bahnfahren zwar etwas warm, auf der strecke war es aber angenehm – ok, in’s schwitzen bin ich doch recht ordentlich gekommen, aber viel weniger hätte ich nicht gerne anhaben mögen.
tja, und wie lief’s? überraschend problemlos. bis km 20 keine besonderen vorkommnisse (außer das mir die ersten 10 sehr lange vorkamen). so gegen km 25 fingen sich die beine dann schon an, bemerkbar zu machen. und die letzten zwei bis drei kilometer auf der rheinallee haben dann noch ein bisschen weh getan. interessanterweise waren es vor allem die oberschenkel (innen und außen, weniger die vorderseiten), die mir leichten kummer bereiteten. gut, die waden waren danach natürlich auch ordentlich verkürzt, dehnen ging überhaupt nicht gut, haben auch gar nicht geschmerzt. diese muskeln scheinen das laufen inzwischen doch geübt zu sein. wohingegen die oberschenkel bei mir sonst, bei den kurzen oder mittellangen läufen gerade in mainz, ohne jeden berg, nicht besonders gefordert werden. wahrscheinlich lag es daran, dass sie – zusammen mit den zwischenzeitlich etwas nervenden knöcheln (aber das ist bei mir eigentlich bisher bei jedem längeren lauf so gewesen) die haupt-beschwerdestelle waren. insgesamt war ich aber selbst überrascht, wie gut das alles lief, wie spät ich überhaupt erst ermüdungserscheinungen bemerkte. die trepppen in meine wohnung im vierten stock waren natürlich die letzte qual – aber das kenne ich ja schon …
und so nebenbei: gewundert hat mich, wie wenig läufer auf der strecke unterwegs waren. auch in der nähe der orte, wo die hundebesitzer massiv auftraten – kein einziger läufer. erst in mainz, beim zollhafen, habe ich zwei oder drei sichten können. allerdings waren auch die radfahrer kaum vertreten – fastnachtdienstag nachmittag ist wohl für die meisten alkohlabbau und nicht sport angesagt.
dafür habe ich auch noch ein paar spezielle schuhe: die puma trailfox, die es vor kurzem bei walmart im sonderangebot für 39 euro gab (120 hätte ich halt nicht für einen reinen schlechtwetterschuh ausgegeben). die passform ist nicht ganz 100%ig meine sache, eigentlich sind sie im vorderfuß ein wenig schmal. nach ein paar minuten hatte ich mich aber gestern, bei meinem ersten testlauf (gleich über 20 km) daran gewöhnt. das design ist dagegen mal ohne tadel, zum glück auch nicht im obligatorischen weiß – bei solchen schuhen, die dezidiert für matsch, schlamm und schnee gebaut sind, wäre das ja auch noch blödsinniger als es sowieso schon ist. gekauft habe ich mir die füchse vor allem, weil ich in diesem winter im odenwald, in den wäldern und auf den wiesen, einige male bös herumgeschlittert bin – nicht weil so viel schnee gelegen hätte, sondern weil es so matschig war. gestern durften die neuen schuhe dann ihre qualitäten gleich vielfältig unter beweis stellen: nach dem kurzen anlauf bis zum kreisel am kreuzweg auf der straße – mit diesen schuhen kein spaß, dafür ist die sohle natürlich viel zu sehr profiliert und die dämpfung für mein geschmack auch ein wenig zu gering – ging es gleich über die wiesen zum buchwaldskopf. obwohl der boden nach den regenfällen der letzen tage/wochen wirklich mehr als aufgeweicht war – überhaupt kein problem, der grip mit diesen schuhen ist unwahrscheinlich. im buchwaldskopf und auf dem weg übers bullauer bild nach würzberg ging es dann weiter: downhillspuren, reiterpfade, rückwege, verschlammte forstwege und knöcheltiefe matschlöcher – alles überhaupt kein problem. auch die dichtigkeit ist überraschend angenehm: besonders viel mehr als schonst schwitzt man nicht – und es ist schon etwas luxuriöser zu laufen, wenn der fuß nicht bei jeder pfütze zwangsgekühlt wird. jetzt fehlt nur noch der schnee, um sie auch damit zu testen – aber überzeugt bin ich von dem trailfox schon jetzt: für wirkliche schlechtwetter-bedingungen bin ich noch keinen besseren schuh gelaufen.
das war nichts. in einem anfall von übermut hatte ich mich nach dem güttersbacher halbmarathon für die 20km des mainzer volkslaufes angemeldet. nicht gerechnet habe ich mit den problemen, meine form wieder stabil zu bekommen. und irgendwie war auch gerade die luft ein bisschen raus, längere läufe habe ich kaum noch gemacht, jedenfalls in den wochen vor dem 23. 9. viel zu wenig kilometer gesammelt. dann habe ich auch erst spät realisiert, dass der lauf zu einer für mich extrem ungünstigen zeit, nämlich um 14 uhr, startet. naja, jetzt wollte ich es halt einfach durchziehen.
der samstag war dann schon nicht verheißungsvoll – für meine verhältnisse viel zu warm (um die 25 °, sehr sonnig). bei der anfahrt zum großen sand habe ich mich auch noch vertan und und gonsenheim verfranst – sehr peinlich. sonst lief alles problemlos: zur anmeldung, startnummer abgeholt, den championchip aktiviert und ein wenig warmgelaufen, noch schnell ein bisschen wasser getankt und fertig für den start. der erfolgte pünktlich um 14 uhr. und damit fingen die probleme auch schon sehr bald an. die ersten kilometer waren – wie fast die gesamte strecke – ziemlich eng. ich hatte enorme schwierigkeiten, ein vernünftiges tempo zu finden. und ich merkte schnell, dass ich ziemlich unfit war. die 1:40, die ich so grob angepeilt hatte – sub 1:45 sollten es auf jeden fall werden – waren dann auch schon nach den ersten beiden kilometern (5:23, 5:5:26) gegessen.
es wurde allerdings auch nicht wirklich besser. die strecke, die ich nicht kannte, hat mir eigentlich überhaupt nicht gefallen, ich hätte vielleicht auch meine anderen schuhe anziehen sollen. jedenfalls ging mir das ständige kreuz-und-quer-gekurve durch den gonsenheimer wald rund um die 14-nothelfer-kapelle schon sehr bald auf die nerven. der sandige boden war auch nicht so mein ding. vor allem nervte micht der ständig wechsel zwischen minimalen anstiegen und leichten abwärtspassagen viel mehr als ich erwartete – keine ahnung, warum mir das so verflixt schwer vorkam. so in der mitte der ersten runde war ich schon kurz davor, nach dieser runde abzubrechen. aber dann ging es doch eine weile wieder recht gut und ich raffte mich auf zum weiterlaufen – zumal ich auch überhaupt keinen plan mehr hatte, wo ich gerade war – ich hechelte nur noch von kilometermarkierung zu kilometermarkierung, bekam bei dem blick auf meine stoppuhr immer wieder das kalte grausen (ansonsten war es ja reichlich warm…) der erste krampf machte sich bei der rückkehr zur kapelle auch schon bemerkbar, mit ein paar dehnungen hinderte ich ihn aber am manifestwerden, musste die unterbrechende übung aber noch zweimal ins laufen einflechten. und am km 12 wurde es dann richtig quälend – jetzt war der mann mit dem hammer nur noch für mich da. und als wäre das nicht genug, fing auch noch mein rechter fuß blödsinnig zu schmerzen an – wie ich später feststellte, habe ich mir eine ziemlich riesige blase in der nähe de ballens gelaufen (wohl an der kante der innensohle – ist mir jedenfalls noch nie passiert, so etwas). beim letzten anstieg durch die schneise (eigentlich ein klacks für jemanden, der ab und an im odenwald läuft…) wurde jeder schritt zur qual. mit mehreren kleinen gehpausen und dank der vielen aufmunternden anfeuerungen der mich nun stetig überholenden läufer konnte ich mich immerhin noch aufraffen, ins ziel zu traben – glücklich war ich aber nur über das ende der qual.
die zeiten sahen dann so aus:
5:23
5:26
5:01 (ein versuch, das ganze noch zu retten ;-))
5:20
5:05
10:50 (km-schild übersehen)
5:15
5:10
10:58 (km-schild übersehen)
5:24
5:37
5:42
6:56 (das muss die erste beinah-krampf-pause gewesen sein)
5:31
6:09
5:54
6:01
5:52
macht zusammen nach meiner stoppuhr eine gesamtzeit von 1:51:43 – das offizielle ergebnis wollte ich nicht mehr abwarten, im internet ist es jetzt auch endlich: 1:51:17. und damit war ich sogar noch dritter in meiner altersklasse – sehr verwunderlich…
am wochenende war es jetzt endlich soweit: mein erster halbmarathon stand auf dem terminkalender – beim 11. güttersbacher volkslauf. güttersbach befand sich am samstag nachmittag im ausnahmezustand: das ganze dorf ein großer parkplatz für die läufer, die straße zeitweise komplett gesperrt, weil die laufstrecke vom start aus zunächst kurz auf der straße richtung olfen geführt wurde, dann aber in richtung grasellenbach zunächst durch die weiden (und die ziemlich verschreckt dreinschauenden kühe) und dann stetig bergauf in den wald zum spessartkopf und am siegfriedsbrunnen vorbei ging. dann ging es auch schon wieder zurück in richtung güttersbach, immer bergab. und kurz vor dem ersten durchlauf des zieles zwischen km 14 und 15 wurde es so richtig steil. das war insofern fies, als es nach dem startbereich eben wie in der ersten runde gleich wieder bergauf ging – das hat nicht nur bei mir voll reingehauen, da ging das tempo auf einmal bei fast allen deutlich runter. sonst war das tempo für einen volkslauf doch ganz schön hoch, immerhin war auch der überwiegende teil der läufer von verschiedenen vereinen, viele aus der bergstraße, darmstadt und heidelberg. vor allem bergab zogen die alle wie die deppen los und ließen mich ziemlich blöd ausschauen. bei der nächsten steigung habe ich dann aber immer wieder einige eingeholt. nur zum schluss ging das eben nicht mehr, denn das ziel war ja am ende einer steilen abwärtsrampe. dort war ich genau nach 1:49:33,3 – doch einige minuten besser, als ich mir vorgenommen hatte. vor allem erheblich besser, als ich in der zweiten runde, so zwischen km 15 und 17, befürchtet hatte. dort war ich nämlich kurz vor dem aufgeben… und der abstieg ins ziel hat mir dann auch wirklich den rest gegeben, danach bin ich halb besinnungslos herumgestolpert. immerhin waren es ja knapp 400 höhenmeter, die auf den 21,1 km zu bewältigen waren. zum glück war das wetter zum laufen eigentlich sehr angenehm: moderate temperaturen, der regen hatte pünklich am vormittag aufgehört und die organisation sowie verpflegung war spitze. wie der halbmarathon an der spitze so aussah, beschreibt übrigens der laufreport.
