Täglich laufen

Übers Laufen und was sonst so draußen passiert.

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Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube über­tra­gen.

… It’s about enjoy­ing being out­side, run­ning and breathing fresh air …

– genau!
(übri­gens mei­nes Wis­sens das ers­te Wer­be-Video von Salo­mon, wo Läu­fer auch mal gehen müssen/dürfen …)

Laufend suchen und finden: The Summit Seeker

Da Upt­o­the­top wärms­tens die Lek­tü­re von The Sum­mit See­ker emp­foh­len hat, mach­te ich mich mal ans Lesen. The Sum­mit See­ker ist der sehr per­sön­li­che Bericht über das Trail-Ultra-Lau­fen, vor allem aber über des­sen posi­ti­ve Wir­kun­gen auf Psy­che und Phy­sis der Läu­fe­rin Vanes­sa, die unter vanessaruns.com auch bloggt.

Das ist ein schlicht geschrie­be­nes selbst ver­leg­tes Büch­lein, aber mit dem – ich möch­te sagen: typisch ame­ri­ka­ni­schen – Pathos der Ultra­l­äu­fer, vor allem der bekehr­ten: (zum Lau­fen natür­lich, das ger­ne auch als (Ersatz-)Religion dient …). Das Lau­fen ist nie ein­fach nur Lau­fen, son­dern immer gleich so etwas wie der Sinn des Lebens, die Hei­lung, die Ret­tung von den Schick­sals­schlä­gen des Lebens oder so: „Home is the trails I run.“ (19)

Gleich zu Anfang stellt sie klar:

If you’re after a book about how to run fas­ter, how to reach a new PR, or how to train for next race, this is the wrong place to look.
My book is about run­ning, but it doesn’t tell you what to do. And it’s a memoir, but not about some­bo­dy famous. (xvii)

Und das stimmt auch, für mei­nen Geschmack sogar fast zu sehr. Mich hät­ten zusam­men­hän­gen­de­re Berich­te vom Lau­fen selbst durch­aus auch noch inter­es­siert, da gibt die Autorin aber lei­der meist nur kur­ze Ein­bli­cke in beson­de­re Momen­te. Denn es geht eigent­lich um etwas ande­re, um die Lei­den­schaft für die Bewe­gung drau­ßen, abseits der „Zivi­li­sa­ti­on“. Und das wird schnell und immer wie­der grund­sätz­lich: Lau­fen, um zu (über-)leben. Ich bin da ja immer etwas rest-skep­tisch, bei sol­chen Schil­de­run­gen von Erwe­ckungs- und Erlö­sungs­er­leb­nis­sen: Das kann funk­tio­nie­ren, kann aber auch voll­kom­men fal­sche Erwar­tun­gen wecken. Z. B. wenn sie schreibt:

Today, when I run, regard­less of what I’m going through, all is well. My life sorts its­elf out. Ide­as are born, and I find the tools to make them rea­li­ty. My mind races, yes I feel calm. My legs move quick­ly, yet I am still. (9)

Mir ist das alles zu auf­ge­la­den, zu über­höht: Ja, das Lau­fen – egal in wel­cher Manier und wel­cher Län­ge – lie­fert wun­der­ba­re Erleb­nis­se und ver­än­dert natür­lich nicht nur die Phy­sis, son­dern auch die Psy­che des Läu­fers und der Läu­fe­rin. Aber des­halb ist es nocht nicht die Lösung für alles, und schon gar nicht die Essenz des Lebens – das deckt sich ein­fach nicht mit mei­nen Erfah­run­gen und Beob­ach­tun­gen. Viel­leicht bin ich da aber auch ein­fach zu ratio­na­lis­tisch ver­an­lagt …

Mich nervt jeden­falls – bei­lei­be nicht nur hier, auch Dean Kar­na­zes z.B. ist ein sol­cher Fall – die Ver­klä­rung und Über­hö­hung der (durch das Lau­fen gewon­ne­nen und erleb­ten) Stär­ke immer etwas. Natür­lich (nun ja, ganz natür­lich ist es nicht) wächst man am Lau­fen, wird kör­per­lich und auch men­tal stär­ker. Aber das soll­te man nicht so ver­klä­ren – genau­so kann man auch sit­zend wach­sen ;-). Von die­sen Mäke­lei­en mal abge­se­hen, bleibt aber trotz­dem noch eine gar nicht so unin­ter­es­san­te epi­so­den­haft-the­ma­tisch erzähl­te Geschich­ten­samm­lung eines sehr beweg­ten und bewe­gen­den Lebens, das auf jeden Fall eine Lek­tü­re wert ist.

Vanes­sa Rodri­guez: The Sum­mit See­ker. Ama­zon 2013. ISBN 978–1‑48250293016–8. Sei­ten + Vor­wort von Gor­don Ains­leigh. Ca. 10 Euro.

Schneeschuhe und Eiskäfer

Kürz­lich habe ich mein Schuh­sor­ti­ment noch ein­mal um einen Spe­zi­al­schuh ergänzt: Den Acce­le­ri­tas 2 von Ice­bug. Das ist ein aus­ge­spro­che­ner Schnee- und Matsch­schuh – genau dafür sind die Schwe­den von Ice­bug ja auch Spe­zia­lis­ten. Das sieht man dem Schuh natür­lich an:

Profil der Acceleritas2-Sohle

Pro­fil der Acce­le­ri­tas2-Soh­le

Auch der Ober­schuh ist ent­spre­chend: Leicht und ziem­lich dicht – nicht das übli­che Mesh-Gewe­be, son­dern eine dich­te­re Vari­an­te der Kunst­fa­ser. Die Lasche ist gleich ganz aus Kunst­stoff. Zwar ist der Schuh nicht was­ser- oder schnee­dicht, hält die Außen­welt aber doch recht gut ab. Ganz dich­te Schu­he, auch sol­che mit Mem­bran, mag ich sowie­so nicht, da das bei mei­nen hei­ßen Füßen immer zur Fuß­sau­na führt …

Meine Acceleritas 2 nach dem ersten Einsatz im Tiefschnee

Mei­ne Acce­le­ri­tas 2 nach dem ers­ten Ein­satz im Tief­schnee

Jeden­falls ist das ein leich­ter Schuh mit recht gerin­ger Spren­gung (4 mm) und wenig bis gar kei­ner Dämp­fung: Der Kon­takt zum Boden – was auch imemr da drauf liegt – ist wun­der­bar, die Soh­le ist aus­rei­chend fle­xi­bel, um alles wahr­zu­neh­men, und umge­kehrt aus­rei­chend mas­siv im Pro­fil, um ver­nünf­tig zu haf­ten und ordent­li­chen Halt zu geben.

Aus Faul­heit lagen die neu­en Schu­he noch hier in Mainz her­um, eigent­lich woll­te ich sie im Oden­wald auf Herz und Nie­ren prü­fen. Dann ergab sich aber heu­te auch hier am Rhein eine wun­der­ba­re Gele­gen­heit: 20 Zen­ti­me­ter fri­scher, pud­ri­ger Neu­schnee bei ‑3 °C mit­ten im März … Also konn­ten die Spe­zia­lis­ten gleich mal zei­gen, was sie drauf haben. Und ich muss sagen: Selbst in die­sem sehr leich­ten und locke­ren Schnee waren sie wun­der­bar zu lau­fen. Der Grip war ein­fach über­ra­gend, die Kraft über­trug sich fast von allei­ne in die Vor­wärts­be­we­gung. Selbst auf den glatt gefro­re­nen Fahr­spu­ren, die abschnitts­wei­se fast blan­kes Eis auf­wie­sen, lie­ßen sich die Acce­le­ri­tas noch lau­fen, auch wenn die Haf­tung nicht mehr per­fekt war. Aber das bekommt man wohl wirk­lich nur mit Spikes hin, die dann auf dem Rest der Stre­cke ner­ven …

Natur­ge­mäß fühlt sich der Acce­le­ri­tas nur auf ent­spre­chen­dem Unter­grund wohl: Das Pro­fil ist so aus­ge­prägt, dass selbst die weni­gen Meter, wo ich kei­nen Schnee (mehr) hat­te, kei­nen Spaß mach­te. Das ist bei dem Ice­bug noch deut­li­cher zu mer­ken als etwa beim Trail­fox oder dem Wave Har­ri­er: Da kommt kei­ne Lauf­freu­de auf. Die ist auf den locke­ren Unter­grund beschränkt.

Mal sehen, wie sich der Schuh im Matsch und im Wald schlägt – aber ich erwar­te Gro­ßes … Und mit die­sem vor­läu­fi­gen Lob­lied habe ich auch gleich die Bit­te des Her­stel­lers, die er im Schuh­kar­ton abdruckt, erfüllt:

Werbeauftrag im Karton

Wer­be­auf­trag im Kar­ton

Die Laufsau

Lauf, du Sau! (Cover)

Lauf, du Sau! (Cover)

„Geschich­ten vom Lau­fen“ ver­spricht Marc Bisch­off in sei­nem Büch­lein „Lauf, du Sau!“. Geschich­ten sind es aber lei­der nur sel­ten, in der Regel belässt er es bei Anek­do­ten – für eine Geschich­te fehlt im offen­bar die Aus­dau­er … Und dabei bringt er es nicht über sich, an irgend einem Läu­fer-Kli­schee vor­bei­zu­ge­hen: Die stin­ken­den Kla­mot­ten, die her­um­lie­gen­den Schu­he (wobei ich über fünf Paa­re ja nur müde lächeln kann), die Orga­ni­sa­ti­ons­auf­ga­be, das Lau­fen im Tages­ab­lauf unter­zu­brin­gen, die heroi­schen Ver­zich­te im Trai­ning (oder auch nicht) und das hel­den­haf­te Gefühl nach dem ers­ten Mara­thon.

Der Ver­lag hat nicht ganz unrecht, wenn er auf der Buch­rück­sei­te anpreist: „Wer Achim Achil­les mag, wird die Lauf­sau lie­ben.“ Nun ja. Schon mit AA ist das ja so eine Sache. Und die „Lauf­sau“ ist eigent­lich – so habe ich den Ein­druck – nur eine etwas der­be­re Vari­an­te davon. Das sind eben doch immer die sel­ben The­men, die immer­glei­chen ver­meint­lich lus­ti­gen Bege­ben­hei­tung, die wit­zeln­den Anek­döt­chen … Da kann man mal (hin und wie­der) nett drü­ber schmun­zeln. Aber so rich­tig lus­tig fand ich das meis­te dann doch wie­der nicht, in der Regel war es mir vor allem viel zu vor­her­seh­bar und zu wenig ori­gi­nell.

Marc Bisch­off: Lauf, du Sau! Geschich­te vom Lau­fen. Göt­tin­gen: Agon Sport­ver­lag 2009. 166 Sei­ten. ISBN 978–3‑89784–363‑9. 9,90 Euro.

Das war’s

nein, natür­lich noch nicht – auch mor­gen lau­fe ich wei­ter …
Aber das war’s trotz­dem: 2012 ist ge-lau­fen. So arg viel ist die­ses Jahr nicht pas­siert. Lan­ge Zeit hat­te ich nicht so rich­tig Lust, „ordent­lich“ zu lau­fen. So wenig Lust, dass ich mei­nen Streak been­de, war es aller­dings auch nicht. Aber dadurch sind die Umfän­ge mas­siv zurück­ge­gang­ne. Vor allem, weil ich irgend­wann mit den lan­gen Läu­fen auf­ge­hört habe …

In den letz­ten Wochen kam die Lust aufs Lau­fen aller­dings wie­der zurück. Des­we­gen ist der Jah­res­ab­schluss noch ein­mal recht ordent­lich gewor­den – vor allem was die Höhen­me­ter angeht (letz­te Woche: ca. 1500 HM).

So sieht das Jahr 2012 in Zah­len aus:
Gelau­fe­ne Kilo­me­ter: 2466,29
Gelau­fe­ne Höhen­me­ter (seit Juli, sehr unge­nau): 9884
Gelau­fe­ne Zeit: 9 Tage, 10:38:50
Durch­schnitts-Pace: 5:32/km

Stre­akta­ge ins­ge­samt: 1654
Stre­ak­ki­lo­me­ter ins­ge­samt: 17506,34
Tages­durch­schnitt über den Streak: 10,58

Läuferblut

Beim täg­li­chen Lau­fen, das nicht nur auf den pla­nier­ten und asphal­tier­ten Wegen statt­fin­det, son­dern auch ein­mal quer­feld­ein, bleibt es nicht aus, dass der Läu­fer und beson­ders sei­ne Bei­ne auch mal enge­re Kon­tak­te mit dem umher­ste­hen­den Gestrüpp und Gewächs sucht und fin­det. Das kann mal ein biss­chen Bren­nen, wenn die Bren­nes­seln die nack­te Haut erwi­schen. Oder es kann rich­tig blu­tig wer­den, wenn ich die blatt­lo­se Brom­beer­ran­ke zu spät sehe und beim Aus­weich­ver­such in der mat­schi­gen Wei­de auch noch abrut­sche. Dann kommt man von einem klei­nen Weih­nachts­läuf­chen so nach Hau­se (und wird unter­wegs recht selt­sam ange­starrt …):

Das rechte Bein sieht etwas migtenommen aus

Das rech­te Bein sieht etwas mig­te­n­om­men aus

Auch das linke Knie hat etwas abbekommen

Auch das lin­ke Knie hat etwas abbe­kom­men

Noch eine Schramme am rechten Knöchel

Noch eine Schram­me am rech­ten Knö­chel

Und der noch fast neue Mini­mus Trail hat jetzt zur ordent­li­chen Ein­wei­hung nicht nur ein paar Matsch­fle­cken, son­dern wenigs­tens auch ein paar Blut­fle­cken bekom­men 😉 Und das am 25. Dezem­ber!

Der achte Mainzer Maaraue-Marathon

Weih­nachts­zeit ist MMM-Zeit: Immer wie­der in der Nähe des Hei­li­gen Abends rich­ten Sascha und Bri­git­te eine neue Auf­la­ge des Main­zer Maar­aue-Mara­thons, des MMM, aus. Und manch­mal noch dazwi­schen …
Letz­tes Jahr war es eine dunk­le Sache, weil der Start für die 45 Kilo­me­ter um 22 Uhr war. Die­ses Mal ging es am 23.12. etwas erleuch­te­ter zu: Gestar­tet wur­de zwar auch um zehn Uhr, aller­dings am Mor­gen. Da gin­gen die­ses Mal über 40 Läu­fe­rin­nen und Läu­fer auf die Neun-Kilo­me­ter-Run­de, die idea­ler­wei­se fünf Mal zu absol­vie­ren ist: Vom Park­platz an der Main­spit­ze in Mainz-Gus­tavs­burg über die Main­brü­cke nach Kost­heim, dann gleich auf die namens­ge­ben­de Maar­aue, dort den Rhein hin­un­ter, am Kas­tel vor­bei und unter der Theo­dor-Heuss-Brü­cke hin­durch, um von der ande­ren Sei­te auf sie hin­auf­zu­lau­fen und nach Mainz den Rhein auf ihr zu über­que­ren. In Mainz geht es dann wie­der am Rhein­ufer fluss­auf­wärts und über die Eisen­bahn­brü­cke Mainz-Süd zurück nach Hes­sen, auf die Main­spit­ze und zum Ziel/Start.

Die Stre­cke war in den Tagen vor Weih­nach­ten zwar etwas vom Hoch­was­ser der bei­den Flüs­se bedroht, am Sonn­tag waren die Pegel aber so weit gefal­len, dass die Was­ser­mas­sen in ihren Bet­ten blie­ben. So konn­ten wir also ganz unge­stört unse­re Run­den dre­hen. Die­ses Mal war nicht nur Joe von Marathon4You dabei (der dort auch einen Bericht geschrie­ben hat), son­dern auch noch Läu­fer aus Ungarn und Spa­ni­en.

Ich bin ja völ­lig ohne Trai­ning und ohne lan­ge Läu­fe in den letz­ten Mona­ten da hin­ge­kom­men: Zu einem Ein­la­dungs­lauf ohne Start­geld in mei­ner unmit­tel­ba­ren Nähe und auf mei­ner Haus­stre­cke muss ich mich eben auf­raf­fen. Ent­spre­chend gering waren auch mei­ne Erwar­tun­gen und Zie­le: Dass die kom­plet­ten fünf Run­den zu viel waren, war mir klar. Mit zwei bis drei Run­den habe ich gerech­net. Und so ist es dann auch gekom­men…

Die ers­te Run­de war nicht so schön, ich fand kei­nen rech­ten Rhyth­mus. Nach einem kur­zen Geträn­kestop am Check­point bei Bri­git­te, die sich auf­op­fe­rungs- und lie­be­voll um alle Läu­fe­rin­nen und Läu­fer geküm­mert hat, ging die zwei­te Run­de dann wesent­lich geschmei­di­ger. Und auch die drit­te Run­de lief gut an, zuneh­mend mach­ten sich aber die schwa­chen Ober­schen­kel doch bemerk­bar. Nach dem Gehen die Ram­pe auf die Eisen­bahn­brü­cke hin­auf kam ich über­haupt nicht mehr zurück zum Lau­fen – und so über­mä­ßig quä­len woll­te ich mich auch nicht ;-). Der letz­te hal­be Kilo­me­ter oder so ging dann aber wie­der, so dass ich wenigs­tens lau­fend am Park­platz ankam. Dann habe ich aller­dings auch Schluss gemacht, die rest­li­chen bei­den Run­den hät­te ich nicht mehr ver­nünf­tig lau­fen kön­nen.

Aber es war wie­der sehr schön. Und der MMM wird mit jeder Wie­der­ho­lung pro­fes­sio­nel­ler. Inzwi­schen schon mit kom­plet­ten Geträn­ke- und Spei­se­an­ge­bot. Und das alles bei einem Ein­la­dungs­lauf ohne Start­geld, nur mit der Bit­te um Spen­den für den Lauf­club 21. Dafür ein ganz gro­ßes Dan­ke an Sascha und Bri­git­te, die sich immer wie­der die Mühe machen!
Ach ja, und der Stre­cken­re­kord wur­de auch gebro­chen: Er liegt jetzt bei beacht­li­chen 3:16!

Läufersoftware an den Start bringen: Runalyze @ Uberspace

Nach­dem ich ges­tern den Umzug beschrie­ben habe, noch eine kur­ze Instal­la­ti­ons­an­lei­tung für das tol­le Runa­ly­ze auf einem Uber­space – die Instal­la­ti­on ist aber wirk­lich fast selbst­er­klä­rend …

Wir star­ten auf der Shell und wech­seln – weil wir ja spä­ter übers Inter­net auf Runa­ly­ze zugrei­fen wol­len – ins Web­ver­zeich­nis und erstel­len ein neu­es Unter­ver­zeichz­nis für Runa­ly­ze:

cd html
mkdir runalyze

Dann holen wir die aktu­el­le Ver­si­on der Soft­ware (bzw. las­sen den Ser­ver das machen), ent­pa­cken sie und räu­men etwas auf …

wget http://sourceforge.net/projects/runalyze/files/runalyze-v1.2.zip/download
unzip runalyze-v1.2.zip
rm runalyze-v1.2.zip
mv runalyze/runalyze/* ./runalyze
rm -rf /runalyze/runalyze

Nun müs­sen wir noch, bevor wir die eigent­li­che Instal­la­ti­on star­ten, eine MyS­QL-Daten­bank erstel­len (Das ist nicht unbe­dingt not­wen­dig, man kann auch die vor­ge­ge­be­ne Stan­dard-Daten­bank des Uber­space nut­zen – ich ver­tei­le mei­ne Sachen aber lie­ber auf ver­schie­de­ne Daten­ban­ken, weil ich das über­sicht­li­cher fin­de und das Gan­ze dann beim Sichern/Wiederherstellen ein­fa­cher wird, weil die ein­zel­nen Daten­ban­ken dann auch nicht so groß wer­den.) Also wech­seln wir mal eben zu mys­ql ($USER$ ist hier der Nut­zer­na­me, also der Name des Uber­space):

mysql
CREATE DATABASE $USER$_runalyze;
exit

Nun geht es an die eigent­lich Instal­la­ti­on, die ein­fach durch den Auf­ruf des Ver­zeich­ni­s­es im Web­brow­ser ein­ge­lei­tet wird:

http://$USER$.SERVER.uberspace.de/runalyze/

wo man dann logi­scher­wei­se ein­fach auf „Instal­la­ti­on star­ten“ klickt. Im nächs­ten Schritt muss man Runa­ly­ze sagen, wie es sich mit der Daten­bank (s.o.) ver­bin­den kann:

"localhost" bleibt einfach 
"Datenbank-Name" $USER$_runalyze (oder was wir oben angegeben haben, wenn wir keine Extra-Datenbank nutzen, ist es eben einfach $USER$)
"Benutzer" $USER$
"Passwor" - Das findet sich in der .my.cnf (cat .my.cnf im Home-Verzeichnis des Uberspace zeigt es uns an)

Dann klickt man auf „Ver­bin­dungs­da­ten prü­fen“ und war­tet und hofft, das alles stimmt …

Wenn alles grün ist, also ok und stim­mig, kann man die Kon­fi­gu­ra­ti­on mit einem Klick auf „Kon­fi­gu­ra­tons­da­tei schrei­ben“ sichern. Dann muss die Daten­bank noch vor­be­rei­tet wer­den, das geschieht im nächs­ten Schritt ganz ein­fach mit einem Klick auf „Tabel­len erstel­len“. Und das war’s eigent­lich schon, jetzt kann man „Runa­ly­ze star­ten“.

Benutzt man ein Gar­min-GPS zur Trai­nings­pro­to­kol­lie­rung, benö­tigt man aller­dings noch eine API-Key von Gar­min, damit man sein Gerät aus­le­sen kann. Das geht aber auch ganz ein­fach:

  • http://developer.garmin.com/web-device/garmin-communicator-plugin/get-your-site-key/ besu­chen
  • dort über „gene­ra­te a site key“ eben­die­sen erstel­len – dafür muss man bei my.garmin.com ein­ge­loggt sein und die „API Licen­se Agree­ment“ bestä­ti­gen
  • dann die genaue Domain ange­ben und „Gene­ra­te Key“ kli­cken
  • den API-Key, den man dort erhält, muss man Runa­ly­ze unter „Kon­fi­gu­ra­ti­on > All­ge­mei­ne Ein­stel­lun­gen > Ein­ga­be­for­mu­lar > „Gar­min API-Key“ mit­tei­len – dann funk­tio­niert auch der Import vom GPS-Gerät.

Und dann kann man Runa­ly­ze benut­zen – oder es natür­lich noch nach Her­zens­wün­schen anpas­sen, nöti­ge Plug­ins aus­wäh­len, das Design ändern, die eige­nen Schu­he und Klei­dung defi­nie­ren etc. pp. Und zum Schluss geht man am bes­ten erst ein­mal lau­fen, damit man fri­sche Daten für das schi­cke Pro­gramm hat …

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