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… It’s about enjoying being outside, running and breathing fresh air …
– genau!
(übrigens meines Wissens das erste Werbe-Video von Salomon, wo Läufer auch mal gehen müssen/dürfen …)
Werber machen eben doch manchmal einfach gute Videos – hier im Auftrag von Arc’teryx. Aber hauptsache, es geht ums Laufen …
(via 42195blog.de)
Da Uptothetop wärmstens die Lektüre von The Summit Seeker empfohlen hat, machte ich mich mal ans Lesen. The Summit Seeker ist der sehr persönliche Bericht über das Trail-Ultra-Laufen, vor allem aber über dessen positive Wirkungen auf Psyche und Physis der Läuferin Vanessa, die unter vanessaruns.com auch bloggt.
Das ist ein schlicht geschriebenes selbst verlegtes Büchlein, aber mit dem – ich möchte sagen: typisch amerikanischen – Pathos der Ultraläufer, vor allem der bekehrten: (zum Laufen natürlich, das gerne auch als (Ersatz-)Religion dient …). Das Laufen ist nie einfach nur Laufen, sondern immer gleich so etwas wie der Sinn des Lebens, die Heilung, die Rettung von den Schicksalsschlägen des Lebens oder so: „Home is the trails I run.“ (19)
Gleich zu Anfang stellt sie klar:
If you’re after a book about how to run faster, how to reach a new PR, or how to train for next race, this is the wrong place to look.
My book is about running, but it doesn’t tell you what to do. And it’s a memoir, but not about somebody famous. (xvii)
Und das stimmt auch, für meinen Geschmack sogar fast zu sehr. Mich hätten zusammenhängendere Berichte vom Laufen selbst durchaus auch noch interessiert, da gibt die Autorin aber leider meist nur kurze Einblicke in besondere Momente. Denn es geht eigentlich um etwas andere, um die Leidenschaft für die Bewegung draußen, abseits der „Zivilisation“. Und das wird schnell und immer wieder grundsätzlich: Laufen, um zu (über-)leben. Ich bin da ja immer etwas rest-skeptisch, bei solchen Schilderungen von Erweckungs- und Erlösungserlebnissen: Das kann funktionieren, kann aber auch vollkommen falsche Erwartungen wecken. Z. B. wenn sie schreibt:
Today, when I run, regardless of what I’m going through, all is well. My life sorts itself out. Ideas are born, and I find the tools to make them reality. My mind races, yes I feel calm. My legs move quickly, yet I am still. (9)
Mir ist das alles zu aufgeladen, zu überhöht: Ja, das Laufen – egal in welcher Manier und welcher Länge – liefert wunderbare Erlebnisse und verändert natürlich nicht nur die Physis, sondern auch die Psyche des Läufers und der Läuferin. Aber deshalb ist es nocht nicht die Lösung für alles, und schon gar nicht die Essenz des Lebens – das deckt sich einfach nicht mit meinen Erfahrungen und Beobachtungen. Vielleicht bin ich da aber auch einfach zu rationalistisch veranlagt …
Mich nervt jedenfalls – beileibe nicht nur hier, auch Dean Karnazes z.B. ist ein solcher Fall – die Verklärung und Überhöhung der (durch das Laufen gewonnenen und erlebten) Stärke immer etwas. Natürlich (nun ja, ganz natürlich ist es nicht) wächst man am Laufen, wird körperlich und auch mental stärker. Aber das sollte man nicht so verklären – genauso kann man auch sitzend wachsen ;-). Von diesen Mäkeleien mal abgesehen, bleibt aber trotzdem noch eine gar nicht so uninteressante episodenhaft-thematisch erzählte Geschichtensammlung eines sehr bewegten und bewegenden Lebens, das auf jeden Fall eine Lektüre wert ist.
Vanessa Rodriguez: The Summit Seeker. Amazon 2013. ISBN 978–1‑48250293016–8. Seiten + Vorwort von Gordon Ainsleigh. Ca. 10 Euro.
Schneeschuhe und Eiskäfer
Kürzlich habe ich mein Schuhsortiment noch einmal um einen Spezialschuh ergänzt: Den Acceleritas 2 von Icebug. Das ist ein ausgesprochener Schnee- und Matschschuh – genau dafür sind die Schweden von Icebug ja auch Spezialisten. Das sieht man dem Schuh natürlich an:
Auch der Oberschuh ist entsprechend: Leicht und ziemlich dicht – nicht das übliche Mesh-Gewebe, sondern eine dichtere Variante der Kunstfaser. Die Lasche ist gleich ganz aus Kunststoff. Zwar ist der Schuh nicht wasser- oder schneedicht, hält die Außenwelt aber doch recht gut ab. Ganz dichte Schuhe, auch solche mit Membran, mag ich sowieso nicht, da das bei meinen heißen Füßen immer zur Fußsauna führt …
Jedenfalls ist das ein leichter Schuh mit recht geringer Sprengung (4 mm) und wenig bis gar keiner Dämpfung: Der Kontakt zum Boden – was auch imemr da drauf liegt – ist wunderbar, die Sohle ist ausreichend flexibel, um alles wahrzunehmen, und umgekehrt ausreichend massiv im Profil, um vernünftig zu haften und ordentlichen Halt zu geben.
Aus Faulheit lagen die neuen Schuhe noch hier in Mainz herum, eigentlich wollte ich sie im Odenwald auf Herz und Nieren prüfen. Dann ergab sich aber heute auch hier am Rhein eine wunderbare Gelegenheit: 20 Zentimeter frischer, pudriger Neuschnee bei ‑3 °C mitten im März … Also konnten die Spezialisten gleich mal zeigen, was sie drauf haben. Und ich muss sagen: Selbst in diesem sehr leichten und lockeren Schnee waren sie wunderbar zu laufen. Der Grip war einfach überragend, die Kraft übertrug sich fast von alleine in die Vorwärtsbewegung. Selbst auf den glatt gefrorenen Fahrspuren, die abschnittsweise fast blankes Eis aufwiesen, ließen sich die Acceleritas noch laufen, auch wenn die Haftung nicht mehr perfekt war. Aber das bekommt man wohl wirklich nur mit Spikes hin, die dann auf dem Rest der Strecke nerven …
Naturgemäß fühlt sich der Acceleritas nur auf entsprechendem Untergrund wohl: Das Profil ist so ausgeprägt, dass selbst die wenigen Meter, wo ich keinen Schnee (mehr) hatte, keinen Spaß machte. Das ist bei dem Icebug noch deutlicher zu merken als etwa beim Trailfox oder dem Wave Harrier: Da kommt keine Lauffreude auf. Die ist auf den lockeren Untergrund beschränkt.
Mal sehen, wie sich der Schuh im Matsch und im Wald schlägt – aber ich erwarte Großes … Und mit diesem vorläufigen Loblied habe ich auch gleich die Bitte des Herstellers, die er im Schuhkarton abdruckt, erfüllt:
Die Laufsau
Der Verlag hat nicht ganz unrecht, wenn er auf der Buchrückseite anpreist: „Wer Achim Achilles mag, wird die Laufsau lieben.“ Nun ja. Schon mit AA ist das ja so eine Sache. Und die „Laufsau“ ist eigentlich – so habe ich den Eindruck – nur eine etwas derbere Variante davon. Das sind eben doch immer die selben Themen, die immergleichen vermeintlich lustigen Begebenheitung, die witzelnden Anekdötchen … Da kann man mal (hin und wieder) nett drüber schmunzeln. Aber so richtig lustig fand ich das meiste dann doch wieder nicht, in der Regel war es mir vor allem viel zu vorhersehbar und zu wenig originell.
Marc Bischoff: Lauf, du Sau! Geschichte vom Laufen. Göttingen: Agon Sportverlag 2009. 166 Seiten. ISBN 978–3‑89784–363‑9. 9,90 Euro.
nein, natürlich noch nicht – auch morgen laufe ich weiter …
Aber das war’s trotzdem: 2012 ist ge-laufen. So arg viel ist dieses Jahr nicht passiert. Lange Zeit hatte ich nicht so richtig Lust, „ordentlich“ zu laufen. So wenig Lust, dass ich meinen Streak beende, war es allerdings auch nicht. Aber dadurch sind die Umfänge massiv zurückgegangne. Vor allem, weil ich irgendwann mit den langen Läufen aufgehört habe …
In den letzten Wochen kam die Lust aufs Laufen allerdings wieder zurück. Deswegen ist der Jahresabschluss noch einmal recht ordentlich geworden – vor allem was die Höhenmeter angeht (letzte Woche: ca. 1500 HM).
So sieht das Jahr 2012 in Zahlen aus:
Gelaufene Kilometer: 2466,29
Gelaufene Höhenmeter (seit Juli, sehr ungenau): 9884
Gelaufene Zeit: 9 Tage, 10:38:50
Durchschnitts-Pace: 5:32/km
Streaktage insgesamt: 1654
Streakkilometer insgesamt: 17506,34
Tagesdurchschnitt über den Streak: 10,58
Läuferblut
Beim täglichen Laufen, das nicht nur auf den planierten und asphaltierten Wegen stattfindet, sondern auch einmal querfeldein, bleibt es nicht aus, dass der Läufer und besonders seine Beine auch mal engere Kontakte mit dem umherstehenden Gestrüpp und Gewächs sucht und findet. Das kann mal ein bisschen Brennen, wenn die Brennesseln die nackte Haut erwischen. Oder es kann richtig blutig werden, wenn ich die blattlose Brombeerranke zu spät sehe und beim Ausweichversuch in der matschigen Weide auch noch abrutsche. Dann kommt man von einem kleinen Weihnachtsläufchen so nach Hause (und wird unterwegs recht seltsam angestarrt …):
Weihnachtszeit ist MMM-Zeit: Immer wieder in der Nähe des Heiligen Abends richten Sascha und Brigitte eine neue Auflage des Mainzer Maaraue-Marathons, des MMM, aus. Und manchmal noch dazwischen …
Letztes Jahr war es eine dunkle Sache, weil der Start für die 45 Kilometer um 22 Uhr war. Dieses Mal ging es am 23.12. etwas erleuchteter zu: Gestartet wurde zwar auch um zehn Uhr, allerdings am Morgen. Da gingen dieses Mal über 40 Läuferinnen und Läufer auf die Neun-Kilometer-Runde, die idealerweise fünf Mal zu absolvieren ist: Vom Parkplatz an der Mainspitze in Mainz-Gustavsburg über die Mainbrücke nach Kostheim, dann gleich auf die namensgebende Maaraue, dort den Rhein hinunter, am Kastel vorbei und unter der Theodor-Heuss-Brücke hindurch, um von der anderen Seite auf sie hinaufzulaufen und nach Mainz den Rhein auf ihr zu überqueren. In Mainz geht es dann wieder am Rheinufer flussaufwärts und über die Eisenbahnbrücke Mainz-Süd zurück nach Hessen, auf die Mainspitze und zum Ziel/Start.
Die Strecke war in den Tagen vor Weihnachten zwar etwas vom Hochwasser der beiden Flüsse bedroht, am Sonntag waren die Pegel aber so weit gefallen, dass die Wassermassen in ihren Betten blieben. So konnten wir also ganz ungestört unsere Runden drehen. Dieses Mal war nicht nur Joe von Marathon4You dabei (der dort auch einen Bericht geschrieben hat), sondern auch noch Läufer aus Ungarn und Spanien.
Ich bin ja völlig ohne Training und ohne lange Läufe in den letzten Monaten da hingekommen: Zu einem Einladungslauf ohne Startgeld in meiner unmittelbaren Nähe und auf meiner Hausstrecke muss ich mich eben aufraffen. Entsprechend gering waren auch meine Erwartungen und Ziele: Dass die kompletten fünf Runden zu viel waren, war mir klar. Mit zwei bis drei Runden habe ich gerechnet. Und so ist es dann auch gekommen…
Die erste Runde war nicht so schön, ich fand keinen rechten Rhythmus. Nach einem kurzen Getränkestop am Checkpoint bei Brigitte, die sich aufopferungs- und liebevoll um alle Läuferinnen und Läufer gekümmert hat, ging die zweite Runde dann wesentlich geschmeidiger. Und auch die dritte Runde lief gut an, zunehmend machten sich aber die schwachen Oberschenkel doch bemerkbar. Nach dem Gehen die Rampe auf die Eisenbahnbrücke hinauf kam ich überhaupt nicht mehr zurück zum Laufen – und so übermäßig quälen wollte ich mich auch nicht ;-). Der letzte halbe Kilometer oder so ging dann aber wieder, so dass ich wenigstens laufend am Parkplatz ankam. Dann habe ich allerdings auch Schluss gemacht, die restlichen beiden Runden hätte ich nicht mehr vernünftig laufen können.
Aber es war wieder sehr schön. Und der MMM wird mit jeder Wiederholung professioneller. Inzwischen schon mit kompletten Getränke- und Speiseangebot. Und das alles bei einem Einladungslauf ohne Startgeld, nur mit der Bitte um Spenden für den Laufclub 21. Dafür ein ganz großes Danke an Sascha und Brigitte, die sich immer wieder die Mühe machen!
Ach ja, und der Streckenrekord wurde auch gebrochen: Er liegt jetzt bei beachtlichen 3:16!
Nachdem ich gestern den Umzug beschrieben habe, noch eine kurze Installationsanleitung für das tolle Runalyze auf einem Uberspace – die Installation ist aber wirklich fast selbsterklärend …
Wir starten auf der Shell und wechseln – weil wir ja später übers Internet auf Runalyze zugreifen wollen – ins Webverzeichnis und erstellen ein neues Unterverzeichznis für Runalyze:
cd html mkdir runalyze
Dann holen wir die aktuelle Version der Software (bzw. lassen den Server das machen), entpacken sie und räumen etwas auf …
wget http://sourceforge.net/projects/runalyze/files/runalyze-v1.2.zip/download unzip runalyze-v1.2.zip rm runalyze-v1.2.zip mv runalyze/runalyze/* ./runalyze rm -rf /runalyze/runalyze
Nun müssen wir noch, bevor wir die eigentliche Installation starten, eine MySQL-Datenbank erstellen (Das ist nicht unbedingt notwendig, man kann auch die vorgegebene Standard-Datenbank des Uberspace nutzen – ich verteile meine Sachen aber lieber auf verschiedene Datenbanken, weil ich das übersichtlicher finde und das Ganze dann beim Sichern/Wiederherstellen einfacher wird, weil die einzelnen Datenbanken dann auch nicht so groß werden.) Also wechseln wir mal eben zu mysql ($USER$ ist hier der Nutzername, also der Name des Uberspace):
mysql CREATE DATABASE $USER$_runalyze; exit
Nun geht es an die eigentlich Installation, die einfach durch den Aufruf des Verzeichnises im Webbrowser eingeleitet wird:
http://$USER$.SERVER.uberspace.de/runalyze/
wo man dann logischerweise einfach auf
"localhost" bleibt einfach "Datenbank-Name" $USER$_runalyze (oder was wir oben angegeben haben, wenn wir keine Extra-Datenbank nutzen, ist es eben einfach $USER$) "Benutzer" $USER$ "Passwor" - Das findet sich in der .my.cnf (cat .my.cnf im Home-Verzeichnis des Uberspace zeigt es uns an)
Dann klickt man auf
Wenn alles grün ist, also ok und stimmig, kann man die Konfiguration mit einem Klick auf
Benutzt man ein Garmin-GPS zur Trainingsprotokollierung, benötigt man allerdings noch eine API-Key von Garmin, damit man sein Gerät auslesen kann. Das geht aber auch ganz einfach:
- http://developer.garmin.com/web-device/garmin-communicator-plugin/get-your-site-key/ besuchen
- dort über „generate a site key“ ebendiesen erstellen – dafür muss man bei my.garmin.com eingeloggt sein und die „API License Agreement“ bestätigen
- dann die genaue Domain angeben und „Generate Key“ klicken
- den API-Key, den man dort erhält, muss man Runalyze unter „Konfiguration > Allgemeine Einstellungen > Eingabeformular > „Garmin API-Key“ mitteilen – dann funktioniert auch der Import vom GPS-Gerät.
Und dann kann man Runalyze benutzen – oder es natürlich noch nach Herzenswünschen anpassen, nötige Plugins auswählen, das Design ändern, die eigenen Schuhe und Kleidung definieren etc. pp. Und zum Schluss geht man am besten erst einmal laufen, damit man frische Daten für das schicke Programm hat …






